Design für Tischler
Einige der Erkenntnisse des Workshops „Design für Tischler“ sind: man kann Design nicht erlernen, aber ein gutes Gespür dafür entwickeln, man „designt“ erfolgreich, wenn man Lust am experimentieren hat und die Beschäftigung mit Design ist immer Teamarbeit. Mehr als 45 Teilnehmer haben am Workshop „Design für Tischler“ im TIS innovation park teilgenommen und haben sich durchwegs begeistert gezeigt, über die spannenden Fachvorträge und die Möglichkeit am Nachmittag in zwei parallelen Workshops selbst Hand anzulegen und mit Papier und Cutter bewaffnet, einen Prototypen anzufertigen.
Workshop Design für Tischler
„Ein gelungener Auftakt für die Beschäftigung mit dem Themenschwerpunkt Design“, so Clustermanager Paolo Bertoni, der sich über die hohe Teilnehmerzahl erfreut zeigte. In Thema eingeführt hat Michael Ebner, Fachbereichleiter Möbel und Innenausbau von der Fachhochschule Salzburg, der schon mehrere Kooperationsprojekte mit Tischlern durchgeführt hat. Wichtig sei es, dass einerseits die Kommunikation zwischen Tischler und Designer und Architekt, aber auch zwischen Kunden und Tischler stimme. Das Produkt muss am Ende unverwechselbar und einzigartig sein, geordnet und strukturiert, denn nur dann kann auch der Umsatz eines Unternehmens gesteigert werden. In die selbe Kerbe schlug auch der Referent, Georg Juen, selbstständiger Designer aus Fiss in Tirol und Mitbegründer des Vereins „Design in Tirol“: „Produkte müssen so geformt sein, dass sowohl zum Zeitgeist passen als auch zur Kollektion des Auftraggebers“. Während Georg Juen sehr praxisorientiert zum Thema gesprochen hat, stellte Gerhard Glüher, Professor für Designtheorie an der Fakultät für Design und Künste an der Freien Universität Bozen, die Interdisziplinarität des Designers und die notwendige Offenheit des Handwerkers in den Mittelpunkt. Es genügt nicht sich auf die Funktionalität und den Nutzen eines Produktes zu beschränken, sondern den Anspruch alle Sinne des Menschen zu animieren. Alltagsgegenstände können neuer interpretiert werden, neue Einsatzgebiete für Materialien können entdeckt werden, …Neben der handwerklichen Qualität eines Produktes entscheiden heute auch immer öfter Design über den Erfolg, bzw. Misserfolg.
Am Nachmittag leiteten Ebner und Glüher jeweils einen Workshop, wo die Teilnehmer selbst eingeladen waren, in kleinen Gruppen kreativ mit Farben, Formen, Materialien zu experimentieren.
„Design für Tischler“ fand im Rahmen von „Design.West“ statt- einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe der Tiroler Zukunftsstiftung, der ITG Salzburg und des TIS innovation park. Die Veranstaltungsreihe wurde im Rahmen des EU Projekts „CEE Cluster Netzwerk“ durchgeführt und wurde aus Mitteln des 6. Forschungsrahmenprogramms (DG Enterprise & Industry) finanziert und durchgeführt.