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Kosten senken, Produktivität steigern

Stressfreie Produktion und trotzdem höhere Mengen? Nur mehr die halbe Produktionsfläche und trotzdem die doppelte Anzahl an Mitarbeitern? Das dies nicht nur Wunschvorstellungen sein müssen, davon hat sich Ende Juli eine Gruppe von Südtiroler Tischlereibetrieben bei Handwerksunternehmen in Niederösterreich überzeugen können. Sowohl die Firma Böhm Mitsch, Möbel- und Brandschutztürenhersteller, als auch die Firma Schrenk, Treppen- und Türenhersteller, haben die Tore ihrer Betriebe für die Kollegen geöffnet und wertvolle Einblicke in Produktionsverfahren und die Anwendung der KVP- Methode in ihren Betrieben gegeben.

Kosten senken, Produktivität steigern

Arbeisplatz nach KVP Methode

KVP bedeutet kontinuierlicher Verbesserungsprozess aller Unternehmensprozesse um so weniger Verschwendung und Fehler zu produzieren. Gleichzeitig soll aber die die Qualität der Produkte und Dienstleistungen, die Mitarbeiterzufriedenheit und der Gewinn durch kürzere Fertigungszeiten erhöht werden. Den Mitarbeitern wird bei KVP eine zentrale Rolle zugestanden: schließlich sind es sie selbst, die am besten wissen wie gewisse Prozesse optimiert werden können und die auch von einer raschen Umsetzung und Verbesserung von Arbeitsabläufen unmittelbar davon profitieren.
„ KVP bedeutet Offenheit und Teamarbeit: wir investieren in das Potential unserer Mitarbeiter und beziehen sie in sämtliche Umstrukturierungsprozesse mit ein. Das erfordert natürlich ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Motivation“ betont Stefan Schrenk, Juniorchef der Schrenk GmbH. Die ersten Erfahrungen mit KVP hat der mittelständische Betrieb vor drei Jahren gemacht. Seitdem feilen Geschäftsführung und Team in gemeinsamen workshops und vor allem während der täglichen Arbeit an innovativen und kreativen Strategien und Verbesserungen in punkto Sauberkeit und Ordnung im Betrieb, Teamarbeit, Standardisierung, Prozessanalyse und -steuerung. Meist sind es auch nicht die großen Veränderungen die, die Kosten reduzieren, sondern viele kleine Weiterentwicklungen und sofort umgesetzte Ideen die den Erfolg von KVP ausmachen. Sind die benötigten Arbeitsmaterialien beispielsweise immer sauber und ordentlich an vorher vereinbarten Orten abgelegt, so entfällt das unnötige Suchen ganz und die Mitarbeiter finden sich an den strukturierten Arbeitsplätzen unmittelbar zurecht und können dementsprechend flexibler eingesetzt werden.

Die KVP Methode erfordert eine ganz neue Unternehmenskultur. Auf die Frage nach den großen Schwierigkeiten bei der Umsetzung, antwortet Helmut Mitsch, Geschäftsführer der Mitsch GmbH, etwas verschmitzt: „Das Umdenken der Führungskräfte und die Übertragung von Verantwortung an Mitarbeiter bei gleichzeitiger konsequenter Unterstützung der Mannschaft.“. Die KVP- Methode hat die Südtiroler Gruppe begeistert und einige davon werden in einem vom Cluster unterstützten Kooperationsprojekt den selben Weg wie die erfolgreichen niederösterreichischen Tischlereibetriebe einschlagen.


Weitere Infos zur KVP-Methode: egon.weithaler@tis.bz.it , T. 0471 068148.

www.mitsch.at

www.schrenk.co.at
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