Südtiroler Bergfichte fördert Gesundheit
Das Holz der Südtiroler Bergfichte besitzt Inhaltsstoffe, die Gesundheit und Wohlbefinden fördern. Das ist das Ergebnis einer zweijährigen Studie des Grazer Forschungszentrums „Joanneum Research“, die heute bei einer Pressekonferenz im TIS innovation park vorgestellt wurde.
Die Studie belegt, dass sich die Inhaltsstoffe des Fichtenholzes positiv auf Konzentrationsleistung, Herz-Kreislauf-System und das vegetative Nervensystem des Menschen auswirken. Südtirol verfügt mit der Bergfichte damit über einen natürlichen und nachwachsenden Rohstoff von hoher Qualität, der sich von Holzwirtschaft, Baugewerbe und der Wellness-Branche hervorragend nutzen lässt.
Die Studie über die gesundheitsfördernden Auswirkungen des Fichtenholzes auf den menschlichen Organismus wurde vom Cluster Holz und Technik des TIS innovation park, dem Amt für Innovation, dem Europäischen Fond für Regionalentwicklung, der Autonomen Provinz Bozen sowie der Republik Italien in Auftrag gegeben und finanziert. Projektpartner des TIS innovation parks waren das Nationalparkgebiet Hohe Tauern und das Land Salzburg. Im Rahmen des Interreg III A Projektes „Natural Wellbeing Network“ wählte das Grazer Expertenteam, unter Leitung von Professor Maximilian Moser, das Holz der Südtiroler Bergfichte aus, da die Fichtenbestände in Südtirol größer sind, als etwa die von Ahorn, Walnuss, Lärche oder Kiefer.
Mittels modernster Sensortechnologie wurde dann an 50 gesunden Versuchspersonen gemessen wie sich das Holz der Südtiroler Bergfichte positiv auf Beanspruchung, Herz-Kreislauf-System, vegetatives Nervensystem und Stammhirnfunktionen des Menschen auswirkt. Dazu wurden an den Versuchspersonen Messungen in zwei verschiedenen Räumen durchgeführt, die absolut identisch eingerichtet waren. Einziger Unterschied: Einmal befanden sich die Testpersonen in einem Vollholz-Fichtenraum, einmal in einem Fichtenholzimitatraum. Das Ergebnis: Im Vollholz-Fichtenraum konnten die Testpersonen konzentrierter arbeiten und erholten sich von ihren Anstrengungen schneller, als im Fichtenholzimitatraum. Die Versuchspersonen gaben im Anschluss an, dass sie die Belastungsphase im Naturholzraum als weniger anstrengend empfunden hätten, als im Holzimitatraum. Einige Testpersonen gaben sogar an, dass sie das Arbeiten im Naturholzraum als „erholsam“ empfunden hätten.
„Das positive Studienergebnis bedeutet für die Südtiroler Holzwirtschaft, dass wir in Südtirol einen nachwachsenden Rohstoff haben, der sich im Baugewerbe und für die Wellness-Branche hervorragend wirtschaftlich nutzen lässt“, erklärt Egon Weithaler, Manager des Clusters Holz und Technik des TIS innovation park. „Es muss nun darum gehen die Bergfichte als qualitativ hochwertiges Produkt zu vermarkten und gleichzeitig den Erhalt des Baumbestandes zu sichern.“, so Weithaler.
Studie downloaden

