Turiner Architekturstudenten besuchen TIS
Südtirols Erfahrung mit Holz wird zum Studienfach. 45 Architekturstudenten des Turiner „Politecnico“ haben dem TIS innovation park einen Besuch abgestattet, um sich von den Experten des Südtiroler Technologieparks die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Holzes vorführen zu lassen: diese reichen von Innovationen bis zu traditionellen Erfolgslösungen, wie sie im Bereich des ökologischen Bauens angewandt werden.
Studenten des Turiner „Politecnico“ haben den TIS im Rahmen der enertour, einer Initiative des Bereichs Energie & Umwelt, die von der Stiftung Südtiroler Sparkasse gefördert wird, gebeten, eine praktische Schulung über die viefältigen Potenziale des Holzes zu organisieren. Dank dieser Initiative hatten die Studenten nun die Möglichkeit, die Anwendungs- und Nutzungsbereiche des Holzes eingehend zu erforschen; dies in einem geografischen Raum, wo Holz schon immer von großer wirtschaftlicher Bedeutung war. Die Holzgalerie war eine der vielen Etappen des Besuchs im TIS innovation Park. „ Die Materialien aus der Nähe zu betrachten und mit Mustern und Proben von 110 verschiedenen Herstellern zu hantieren: dies hat den zukünftigen Architekten ermöglicht, die verschiedenen innovativen Möglichkeiten dieses Materials selbst zu erforschen. Das sorgt für neue Impulse im Bereich der Materialien“, erklärt Johannes Brunner, Manager des Bereichs Simulation & Material des TIS.
Paolo Bertoni, Manager des Cluster Holz & Technik, hat den Studenten zudem einen Einblick in die Wertschöpfungskette Holz und in die Südtiroler Wald- und Holzwirtschaft gewährt. Dabei hat er das Augenmerk hauptsächlich darauf gelegt, welche Möglichkeiten dieses Material im Bereich des energieeffizienten Bauens bietet. So hat Bertoni den Anwesenden beispielsweise auch veranschaulicht, dass Holz fähig ist, selbst verheerenden Erdbeben standhalten zu können. Holz ist nämlich von Natur aus geeignet, Umwelteinwirkungen standzuhalten, die von kurzer Dauer sind, wie beispielsweise starke Windböen und eben Erdbeben. Eine weitere Eigenschaft des Holzes ist seine feuchtigkeitsregulierende Wirkung: es absorbiert überschüssige Feuchtigkeit und gibt diese bei Bedarf wieder ab. Zudem erzeugt Holz ein angenehmes und gemütliches Wohnklima.
Der Architekt Stefan Gamper, Mitglied des Cluster Holz & Technik, machte es sodann möglich, in Südtirol realisierte energieeffiziente Gebäude aus Holz zu besichtigen. Dabei hat Gamper einige seiner Projekte präsentiert, welche von öffentlichen Bauten bis zu Privathäusern reichen. Folgende Objekte wurden den Architekturstudenten des „Politecnico“ im Detail vorgeführt: die Forstschule Latemar, der Sitz der Firma Holz Pichler, welcher als KlimaHaus A+ zertifiziert wurde, sowie ein KlimaHaus A+ Privathaus im Ahrntal.


