Sie sind hier: Startseite Bereiche Alpine Technologien Holz & Technik News Was kostet die Holzernte?

Was kostet die Holzernte?

— abgelegt unter:

Kunden- und Betriebsdaten eingeben, Maschinen- und Personalkosten kalkulieren sowie Angebote und Rechnungen ausstellen: das alles kann das neue Kostenkalkulationstool, das vom Cluster Holz & Technik des TIS innovation park und dem Institut für Forsttechnik der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien speziell für Waldarbeiter ausgearbeitet wurde. Der Vorteil: alle Kosten werden vor Ausführung der Arbeit genau aufgelistet. Der Waldarbeiter kann so ausrechnen, wie viel jede Holzbringung kostet und wo die einzelnen Kosten anfallen, und genau einsehen, an welcher Stelle des Arbeitsprozesses Kosten eingespart werden können.

„Die Investitionskosten für Südtiroler Holzschlägerungsunternehmen nehmen stetig zu“, sagt Michael Stauder, Mitarbeiter im Cluster Holz & Technik des TIS und Koordinator des Projekts zur Entwicklung des Kostenkalkulationstools. „Der Hauptgrund dafür ist die steigende Mechanisierung bei der Holzernte. Um auf dem neusten Stand der Technik zu sein, müssen teure Maschinen angeschafft werden, die meist aber zu wenig ausgelastet werden und sich ihre Anschaffung somit nicht amortisiert“, so Stauder. Im Zuge der Treffen der „Arbeitsgruppe Waldarbeiter“, die durch den Cluster Holz & Technik betreut wird, kristallisierte sich die Notwendigkeit eines Tools zur Berechnung und Veranschaulichung der Holzerntekosten heraus.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Forsttechnik der BOKU Wien hat der Cluster Holz & Technik ein Kostenkalkulationstool entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse der Waldarbeiter zugeschnitten ist. Dabei standen nicht nur die inhaltlichen Aspekte sondern auch die Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Durch die Eingabe einfacher Parameter wie Betriebsdaten, Maschinen-, Personal- und Fahrtkosten, können die Kosten der gesamten Holzernte von der Schlägerung bis zum Transport errechnet werden. „Dadurch können Schlägerungsunternehmen genau errechnen, was sie vom Kunden verlangen müssen, um wirtschaftlich zu arbeiten“, so Stauder, der ergänzt: „Außerdem kann genau eingesehen werden, wo Einsparpotential besteht.“ Laut Stauder werden nämlich die Maschinenkosten oft unterschätzt, das Tool kalkuliert diese aber genauestens. „Um Maschinenkosten zu reduzieren, könnten sich Schlägerungsunternehmen auch zusammentun und Maschinen gemeinsam anschaffen und nutzen“.

Die Software kann aber noch mehr: es können Angebot und Rechnung ausgestellt, Statistiken aufgestellt und Vor- und Nachkalkulationen erstellt werden, die die betriebseigene Produktivität berücksichtigen und so zur Optimierung des Betriebs beitragen.

Das Kostenkalkulationstool kann auf Anfrage im eigenen Betrieb installiert werden, Einschulung und Betreuung ist ebenfalls möglich. Interessierte Holzschlägerungsunternehmen können sich an den Cluster Holz & Technik wenden (Michael Stauder, T 0471 068308, michael.stauder@tis.bz.it).
 

Artikelaktionen

120111-logo-provinzbz

070704StiftungSparkasse