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Natur, Technologie, Textilien

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Sportjacken oder T-Shirts, die die Körpertemperatur regulieren, Atemfrequenz und Puls messen oder deren Fasern aus Soja, Bambus oder Kokosmilch gewirkt sind, standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung des Cluster sports & winterTECH des TIS innovation park am 16. November. 30 Unternehmer der Textilbranche informierten sich über das Innovationspotential von Textilien im Sport- und Outdoorsektor und über die Möglichkeiten zur Produktentwicklung nach dem Vorbild der Natur. Weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Frage nach mehr Nachhaltigkeit bei der Produktion von Textilien.

Die Textilbranche zählt weltweit zu den größten Ressourcenverbrauchern. 25 Prozent der weltweit eingesetzten Chemikalien dienen der konventionellen Textilproduktion, für ein Kilogramm Textilie werden rund 700 Liter Wasser benötigt. Das Zertifizierungslabel Bluesign hat sich zum Ziel gesetzt den ökologischen Fußabdruck von Unternehmen des Sektors zu reduzieren. Bluesign-Mitarbeiter Peter Weber stellte in seinem Referat den sogenannten Bluesign-Standard vor. Textilien mit dem Bluesign-Label garantieren demzufolge, dass Produkte in der gesamten Herstellungskette ausschließlich Komponenten enthalten und Verfahren durchlaufen, die für Mensch und Umwelt unbedenklich sind.

Über die Verschmelzung von Textilien und Elektronik sprach Andreas Röpert von der Interactive Wear AG aus Deutschland. Das Stichwort dabei: Wearable Technologies – Elektronik, die über Textilien tragbar wird und Textilien, die elektronische Funktionalität besitzen. Wearable Technologies seien, laut Röpert, weltweit auf dem Vormarsch. Puls- oder Atemfrequenzmessgeräten können unauffällig in die Bekleidung integriert werden, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. „Da steckt viel Spielraum für Innovation und neue Produkte drin“, so Röpert. Die beim Sport ermittelten Daten können beispielsweise auf Smartphones gespeichert werden und dadurch auch in Internet-Communities wie Facebook gepostet werden.

500 Millionen Jahre Evolution haben die Natur zum Lehrmeister in Sachen Produktentwicklung gemacht. Phänomene aus der Natur für Hightech-Funktionstextilien zu nutzen, ist ein Ansatz, dem Michael Raab vom Schweizer Unternehmen XTechnology folgt. Unter der Marke XBionic entwickelt das Unternehmen Hochleistungstextilien für Sport und Freizeit und schaut dabei Mutter Natur sehr genau auf die Finger. Bionik ist nämlich nichts anderes als die Verschmelzung von Biologie und Technik. So konnte XBionic unter anderem ein ausgeklügeltes System zur Regulierung der Körperwärme entwickeln, das dafür sorgt, dass der Schweiß bei sportlicher Betätigung nicht mehr einfach nur abgeführt wird, sondern, dass die Funktionskleidung vor Überhitzung schützt und somit die Leistungsfähigkeit steigert.

Textilien aus Soja, Holz, Metall, Bambus, Kokosmilch oder Algen waren dann das Thema, das Fabio Meneghetti vom italienischen Technologiespezialisten MaTech behandelte. Sehr praxisbezogen wurden innovative Wege in der Textilfertigung aufgezeigt. Weiters sprach Meneghetti über die intelligente Textilie, die sich aktiv den externen Einflussfaktoren optimal anpasst.

Trends nicht nur im Auge behalten, sondern aktiv mitgestalten, ist das erklärte Ziel des Clusters sports & winterTECH des TIS innovation park“, erläutert der Manager des Clusters sports & winterTECH, Thomas Egebrecht. „Es ist uns ein Anliegen namhafte Referenten und Visionäre nach Südtirol zu holen, die aktuelle Trends aufzeigen revolutionäre Entwicklung vor Augen führen“, so Egebrecht.

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