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Skigebiet im Winter, Bikepark im Sommer

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Das Potential des Mountainbiketourismus in Südtirol und die Möglichkeiten, die sich durch den Bau von Bikeparks für Skigebiete in den Sommermonaten ergeben, waren die Themen der Veranstaltung „Bikeparks – Hot Spots für Südtirol“, die am 30. September im TIS innovation park stattfand. 50 Unternehmer und Skigebietsbetreiber nahmen an dieser Veranstaltung des Cluster sports & winterTECH des TIS teil.

„Südtirol ist durch seine alpine Landschaft besonders geeignet für Mountainbiketourismus. Diesbezüglich hat sich in den letzen Jahren auch einiges getan: es gibt Radführer und Karten, Hotels, die sich auf Mountainbiketouristen spezialisiert haben und eigene Fahrradtransportsysteme für Busse und Taxis“, so Gerhard Krautwurst vom Bike Competence Center, der im Rahmen der Veranstaltung referierte. Bikeparks, also eigens für Mountainbiker angelegte Parks mit Sprüngen und Hindernissen, gäbe es in Südtirol aber kaum. „Dabei sind Bikeparks für Mountainbiker so wichtig wie Snowparks für Snowboarder“, so Krautwurst. Die bereits vorhandene Infrastruktur von Skigebieten, also die steile Lage und die vorhandenen Aufstiegsanlagen, sei ideal für den Bau von Bikeparks oder Downhillstrecken. So könnten Skigebiete auch über die Sommermonate eine alternative Freizeit-Gestaltung anbieten. Diese Meinung vertraten auch die übrigen Referenten, wie etwa Kurt Exenberger von der Bikeacademie Kitzbühler Alpen. „Der Mountainbiketourismus bei uns in Tirol macht neben den Wanderern einen großen Teil des Sommertourismus aus“, so Exenberger. „Im Unterschied zu den Wanderern, nutzen Mountainbiker Bikeparks und andere Strecken auch bei Regen und Schlechtwetter. Mountainbiker ziehen durch ihre abenteuerlichen Abfahrten und Sprünge wiederum andere Wanderer an oder bringen Familienmitglieder mit ins Wandergebiet.“

Die erste Downhillstrecke Südtirols wurde im Frühsommer 2010 auf dem Kronplatz in Betrieb genommen. Laut Kronplatz-Direktor Andreas Dorfmann ist die Strecke bereits ein voller Erfolg: „Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir bereits einen bedeutenden Anstieg der verkauften Lifttickets verzeichnen.“ Mit den Wanderern gäbe es auch keine Probleme, denn „die Strecke ist ausschließlich für Mountainbiker reserviert und auch dementsprechend gekennzeichnet.“ Die Trennung der Strecken für Wanderer und Mountainbiker ist jedoch bei der Projektierung von Bikeparks eine unabdingbare Voraussetzung, denn Mountainbiker, die den Geschwindigkeitskick suchen und Wanderer, die Ruhe und Entspannung wollen, verfolgen grundverschiedene Interessen.

„Diese Veranstaltung hat aufgezeigt, wie sehr der Bau von Bikeparks den Mountainbiketourismus in Südtirol ankurbeln kann“, so Martin Gruber, Project Manager des Cluster sports & winterTECH des TIS innovation park. „Für Skigebiete ergibt sich durch den Bau von Bikeparks eine optimale Gelegenheit, die Aufstiegsanlagen über die Sommermonate hinweg besser auszulasten.“ In Zukunft möchte sich der Cluster stärker dem Thema Mountainbiking widmen, um so auch eine bessere Vernetzung der Bikesport-Akteure zu erreichen.

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