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TIS plant Netzwerk für Sportveranstalter

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Tolle Sportveranstaltungen, die ein großes Publikum begeistern, sind unter wirtschaftlichen Aspekten ein wahrer Segen für die Regionen, in denen sie ausgetragen werden. Beispiel: der Biathlon-Weltcup in Antholz. Laut Veranstalter ist der Weltcup mit einer regionalen Wertschöpfung von sechs Millionen Euro verbunden. Wie aber schafft man es, dass eine Veranstaltung ein Publikumsmagnet wird? Was sind Erfolgsfaktoren und wo liegen für die Organisatoren die größten Herausforderungen? Eine Informationsveranstaltung des Cluster sports & winterTECH widmete sich genau diesen Fragestellungen.

Bahn frei für das Sportveranstalter-Netzwerk im TIS. Verkürzt könnte man so das Fazit des Infoabends im TIS innovation park wiedergeben. Aufgabe eines solchen Netzwerks könnte es nach dem Willen von Referenten und Teilnehmern des Abends sein, die Qualität von Sportveranstaltungen in Südtirol zu steigern. Notwendig wird so ein Netzwerk, weil Sportveranstaltungen dynamische Prozesse sind. So könnte das Sport-Veranstalter-Netzwerk beispielsweise eine gute Anlaufstelle für junge Eventmanager sein, die innovative Veranstaltungsformate zu jungen Sportarten lancieren möchten. „Ich denke da zum Beispiel an innovative Veranstaltungsformate für Randsportarten wie Freerunning, Slacklinen, Bouldern oder an für Südtirol authentische Extrembergläufe“, erklärt Martin Gruber vom Cluster sports & winterTECH des TIS. „Wer neue Sportarten auf den Markt bringen will, hätte in diesem Netzwerk sicher viele zuverlässige und kompetente Akteure so Gruber weiter. Hinzu komme, so Gruber, dass eine Sportveranstaltung, die heute klein anfange, in ein paar Jahren sich zum Publikumsmagneten und Szenetreff entwickeln könne. „Hier kann Expertenwissen aus dem Netzwerk dafür sorgen, dass die Organisation des Events richtig mitwächst ohne überfordert zu sein“, erklärt Martin Gruber.

Wie aus einer Randsportart ein richtiger Renner wird, führte Gottlieb Taschler, Präsident des Organisationskomitees des Biathlon-Weltcup in Antholz, im Zuge der Informationsveranstaltung aus. Wichtig sei, dass ein Event medial spektakulär aufgearbeitet werden kann. „Tolle Bilder, sorgen für viel Emotion“, so Taschler. Die Herausforderung bestehe dann allerdings darin, dass auch die Zuschauer vor Ort und die Mitarbeiter des Events eine positive Atmosphäre vorfänden. „Und jedes Jahr muss für Zuschauer und Presse in Punkto Spektakel immer noch mal nachgelegt werden“, so Taschler abschließend.

Mehr von der wissenschaftlichen Seite beleuchtete Martin Schnitzer, der Leiter der Bewerbung um die Alpine Ski WM in Cortina d’Ampezzo, die Erfolgsfaktoren für die Organisation von Sportveranstaltungen. Laut Schnitzer brauche es bei der Planung klare Zielsetzungen und Strategien, ein klar definiertes Führungsteam, gutes Controlling, gute Budgetierung und die rechtzeitige Einbeziehung aller beteiligten Partner. In die gleiche Kerbe hieb auch Thilo Bohatsch, der sieben Jahre die Geschicke der Tirol Marketing leitete. Bohatsch zufolge, beachten noch zu wenige Sporteventveranstalter, dass Sportevents ein klares Alleinstellungsmerkmal brauchen und erfolgreiche Konzepte nicht einfach im Copy-Paste verfahren übernommen werden können, sondern fest in der austragenden Region in Ausrichtung und Stil passen muss.
 

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