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enertour wird CO2-neutral

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Die enertour des TIS innovation park gilt ab September 2010 offiziell als CO2-neutrale Initiative und ist damit das erste Projekt dieser Art in Südtirol. Nach Berechnungen des Bereichs Energie & Umwelt verursachen Besucher und Mitarbeiter der enertour jährlich einen Kohlendioxid-Ausstoß von etwa 35 Tonnen. Durch den Ankauf von CO2-Zertifikaten wird dieser Schaden durch die Förderung von Projekten ausgeglichen, die der Atmosphäre so viel CO2 entziehen, wie die enertour verursacht.

enertour wird CO2-neutral

Sepp Walder

Wer an einer enertour teilnimmt, reist häufig mit dem Bus oder mit dem Auto nach Südtirol an. Hier steigt er abermals in den Reisebus, um zusammen mit den anderen enertouristen von einer Energieerzeugungsanlage zur nächsten gebracht zu werden. Auch die Mitarbeiter des TIS innovation park, die die enertour organisieren, machen ihre Dienstfahrten zum Teil mit dem eigenen PKW, oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch die vielen Übernachtungen der enertouristen in den Südtiroler Hotels verursachen indirekt CO2-Emissionen. Auf diese Weise werden jährlich etwa 35 Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen, die ohne die enertour nicht zustande kämen.

„Diese Tatsache empfanden wir als widersprüchlich“, erläutert Sepp Walder, Mitarbeiter des Bereichs Energie & Umwelt des TIS innovation park und Projektleiter der enertour. Ziel der enertour ist es, Technikern und Ingenieuren aus anderen italienischen Provinzen Südtirols Bravour in der Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu zeigen und Vorbehalte gegenüber der Nutzung erneuerbarer Ressourcen zur Strom- und Wärmeerzeugung abzubauen. Erneuerbare Ressourcen wie Sonne, Wasser, Wind oder Erdwärme haben aber gerade ja den Vorteil, dass sie keinen Kohlendioxid-Ausstoß verursachen, im Gegensatz zu erdöl-basierten Energieträgern wie Kohle, Heizöl oder Benzin. Die Frage, die sich den enertour-Organisatoren nun stellte: Wenn wir mit der enertour in letzter Konsequenz eigentlich den CO2-Ausstoß reduzieren wollen, wie können wir dann unseren eigenen unvermeidbaren CO2-Ausstoß kompensieren?

Zum einen entstand so die Idee, einige enertouren mit Fahrrädern oder Elektrorädern durchzuführen und auf den Bus zu verzichten, wenn die Entfernung zwischen den Besichtigungsobjekten und das Gelände dies erlauben. Zum andern sollen die enertouristen künftig Vergünstigungen erhalten, wenn sie mit dem Zug anreisen. Durch diese Maßnahmen kann aber nur ein geringer Teil des Kohlendioxid-Ausstoßes vermieden werden. „So kamen wir auf die Idee mit den CO2-Zertifikaten“, erklärt Sepp Walder. Walder betont, dass mit den CO2-Zertifikaten kein moderner Ablasshandel betrieben werde, sondern, dass dieser Schritt, das ernsthafte Bemühen bezeuge, die unvermeidbaren Kohlendioxidbelastungen an anderer Stelle durch Investitionen in Umweltprojekte der Atmosphäre wieder zu entziehen.

Konkret unterstützt die enertour ein Windkraftprojekt in Indien. CO2-Zertifikate erwirbt die enertour bei „AzzeroCO2“, eine Gesellschaft, die von den wichtigen italienischen Umweltverbänden Legambiente, Ambiente Italia und Kyoto Club unterstützt und empfohlen wird.

Enertour wird gefördert von der Stiftung Südtiroler Sparkasse und ist seit 2007 offizieller Partner der „Sustainable Energy Europe Campaign“ (SEE), die auf nationaler Ebene durch das Umweltministerium koordiniert wird.
 

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