Holzvergasung: Erste Anlagen bereits realisiert
Der Bau von Holzvergasungsanlagen ist – auch dank der nationalen Förderungen – im Steigen. Dennoch stößt man bei der Nutzung solcher Anlagen auf einige Probleme, wenn zum Beispiel das Holz, das es zu vergasen gilt, zu feucht ist, oder wenn das entstehende Gas nicht rein genug ist. In einem vom Bereich Energie & Umwelt und vom Cluster Holz & Technik des TIS innovation park organisierten Seminar ging man der Frage nach, ob Holzvergasungsanlagen kleiner Leistung eine ausgereifte technologische Lösung sein könnten. Am Seminar nahmen etwa 150 Interessierte teil.
Im Zuge des Seminars klärten Vertreter aus Forschungswelt (Universität Bozen und Florenz) sowie Unternehmen aus der Branche die Teilnehmer über den neusten Stand der Technik in Sachen Holzvergasung auf. Der Bau von Holzvergasungsanlagen sein demnach stetig im Steigen und stößt auch italienweit – dank der großzügigen Förderungen im Bereich der Produktion von elektrischem Strom aus Biomasse – auf großes Interesse. In Südtirol sind es zurzeit 14 Anlagen, die entweder bereits realisiert oder noch in Planung sind. Eine Tatsache, die die Vorreiterrolle Südtirols im Bereich der erneuerbaren Energien bestätigt sowie ihre Bereitschaft aufzeigt, mit innovativen Lösungen im Bereich der energetischen Aufwertung lokaler Ressourcen zu experimentieren. Dennoch gibt es noch einige technische und betriebliche Hürden zu bewältigen, wie etwa die Sensibilität solcher Anlagen auf Faktoren wie Größe oder Feuchtigkeitsgrad des Holzes. Ein weiteres Problem besteht im Sauberkeitsgrad des entstehenden Gases, das nämlich genau definierte Standards einzuhalten hat, um etwa auch in Verbrennungsmotoren eingesetzt werden zu können. Solche und ähnliche Aspekte schränken bis dato die Zuverlässigkeit solcher Anlagen ein, speziell wenn es sich um Anlagen kleiner Leistung handelt. Das ist auch der Grund, weshalb von den 6 in Südtirol bereits realisierten Anlagen, bis heute keine in ständigem Betrieb ist.

