Flugzeug-Elektronik und Uhren mit Planetengetriebe
Zwei neue Gründerunternehmen im TIS innovation park: Das Unternehmen „alpitronic“ entwickelt elektronische Kontrollsysteme für Flugzeuge und Autos; gegründet wurde das Unternehmen von einem Team aus Ingenieuren, die gemeinsam an der Entwicklung der ersten wasserstoffbetriebenen Luxuslimousine arbeiteten: dem BMW Hydrogen 7. Der zweite Neuzugang ist „ENGELTECH“: das Unternehmen stellt Uhren mit Planetengetriebe her, die Funktionalität mit Design verbinden.
Hinter „alpitronic“ stehen die vier Ingenieure Alessandro Ciceri, Andreas Oberrauch, Philipp Senoner und Sigrid Zanon, die sich an das Gründerzentrum des TIS innovation park gewandt haben, um „alpitronic“ zu gründen. „alpitronic“ entwickelt elektronische Sicherheitssysteme für Flugzeuge und Autos. Zudem entwickelt das Unternehmen innovative Hardware, die in Hybridautos, Elektroautos und Flugzeugen eingesetzt werden kann. Die vier Ingenieure arbeiten mit „Silver Atena“ in München zusammen: Hier werden unter anderem ein Prüfsystem für das Transport-Militärflugzeug A400M und die Leistungselektronik für den neuen Airbus A350, für Mittel- und Langstreckenflüge, entwickelt. „alpitronic“ bietet Dienstleistungen für Unternehmen der Automobil- und Flugzeugbranche an und richtet sich an alle Südtiroler Betriebe, die Elektrosysteme für ihre Produkte benötigen.
ENGELTECH, der zweite Neuzugang im Gründerzentrum des TIS innovation park, punktet mit einer aus Kugelfüllern und Uhren bestehenden Produktlinie, mit der das Unternehmen Funktionalität mit Design und Innovation mit Zweckmäßigkeit verbinden will. Ein Beispiel sind die innovativen mechanischen Wanduhren, die mit Planetengetrieben, einer speziellen Bauform eines Zahnrad-Getriebes, ausgestattet sind. Dabei stellt die mechanische Funktion zugleich auch das Design dar: das Getriebe ist nämlich sichtbar. Die Wanduhren ticken zudem nicht, sondern geben ein Geräusch von sich, das dem Herzschlag nachempfunden ist. Neben dieser Produktserie entwickelt und baut ENGELTECH auch innovative Apparate, die durch 3D-Visualisierung und Rapid Prototyping realisiert werden. Beispiel: eine Mausefalle, die Mäuse fängt, ohne sie zu töten. Diese spezielle Mausefalle ist für Restaurants in Deutschland gedacht, die wegen der neuen Hygienenormen auf traditionelle Fallen verzichten müssen. Um Restaurantküchen von Mäusen zu befreien, haben die Brüder Wolfgang und Christian Engel von ENGELTECH eine innovative Falle entwickelt, die mit einem Sensor ausgestattet ist. Das System schlägt an, sobald sich eine Maus nähert; dann schließt das Gerät den Nager ein, tötet ihn aber nicht. Realisiert wurde diese Falle durch Rapid Prototyping im technischen Büro der Firma in Glurns.

