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Gefahrenkarte für Pustertaler Gemeinde

Wo baut man am besten Straßen oder Häuser, ohne Gefahr zu laufen, dass sie durch einen Erdrutsch oder einen über die Ufer tretenden Fluss zerstört werden? Dank mathematischer Modelle ist das TIS Gründerunternehmen Mountain-eering GmbH in der Lage, hydrogeologische Gefahren präzise zu errechnen, und so „Risiken vorherzusehen und Fehler auszuschließen“, so die Präsidentin des Unternehmens Silvia Simoni.

Für die Gemeinde Welsberg im Pustertal sollte eine Gefahrenkarte erstellt werden. Für die Erstellung dieser Gefahrenkarte wurde Mountain-eering gemeinsam mit dem Geologen Matteo Marini von Geodolomit und dem Forstwirt Alessandro Melchiorri beauftragt. Bis Ende 2011 müssen nämlich sämtliche Südtiroler Gemeinden mit einer Gefahrenkarte ausgestattet sein. Diese zeigt einerseits auf, an welchen Stellen der Bau von Straßen, Brücken, Wohnsiedlungen und Schulen aus hydrogeologischer Sicht unbedenklich ist. Gleichzeitig kann ermittelt werden, welche bereits vorhandenen Bauten in potentiellen Gefahrenzonen liegen und dadurch frühzeitig Schutzmaßnahmen getroffen werden. Beim Ermitteln der Gefahrenzonen in der Gemeinde Welsberg kamen innovativste Technologien und Methodologien zum Einsatz. „Wir verfügen über ein präzises mathematisches Modell zur Ermittlung hydrogeologischer Gefahrenzonen. Dieses kann – je nach Bedarf des Auftraggebers und nach örtlichen Vorschriften – modifiziert und angepasst werden“, erklärt Silvia Simoni, Präsidentin von Mountain-eering. Das mathematische Modell macht es möglich, detailliert und wirklichkeitsgetreu zu errechnen, was etwa passiert, wenn sich eine Geröll-Lawine löst. Das Modell errechnet genau, wo die Lawine aus dem Flussbett austritt, wie viel Geröll austreten wird und wo es sich gegebenenfalls absetzt.

„Durch Gefahrenkarten könnten Katastrophen verhindert werden, wie etwa die Überschwemmung von Messina am ersten Oktober 2009“, so Silvia Simoni. Simoni war selbst in Messina, wo sie einem der technischen Berater zur Seite stand und half, die hydrologischen Ursachen der Überschwemmung und gleichzeitig die Folgeschäden der dadurch abgegangenen Geröll-Lawinen zu ermitteln. „Im Zuge der Ortsbesichtigung ist mir aufgefallen, dass die Ortschaften in gefährdeten Zonen gebaut sind, wie etwa an „vergessenen“ Bachbetten. Hätte es für Messina eine detaillierte Gefahrenkarte gegeben, wie wir sie für Welsberg erstellt haben, so hätte eine solche Katastrophe verhindert oder zumindest die Schäden verringert werden können.“

„Mountain-eering deckt den gesamten Prozess ab: von der Erstellung der Gefahrenkarte über die nötige Topografie bis hin zu Modellbauten“, so Hubert Hofer, Direktor des TIS innovation park und ergänzt: “Die Gemeinde hat somit nur einen einzelnen Absprechpartner, der den gesamten Prozess verfolgt. Die Erstellung einer Gefahrenkarte gestaltet sich dadurch einfacher und die Gemeinde spart Kosten.“
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