Software zum "Lernen lernen"
Mit Hilfe eines speziell für sie entwickelten Computer-Programms können Schüler in Südtirol sein Anfang November herausfinden, wo beim Lernen ihre Stärken und Schwächen liegen. Entwickelt wurde die Software vom TIS Gründerunternehmen „reactions“.
„iLearn4fun“ heißt das software-basierte Training, mit dem am PC eine Lernsituation simuliert wird, bei der sich die Schüler durch ein virtuelles Feriencamp bewegen und dort bestimmte Aufgaben lösen sollen. Dabei erhalten die Schüler Rückmeldung zum persönlichen Zeitmanagement, zur Planung und Organisation, zum Lernstil, zur Merkfähigkeit sowie zu ihrer Motivation. Durch ein konstruktives Feedback zur eigenen Lernstrategie und konkreten Lerntipps, wird es den Schülern ermöglicht, ihr Lernverhalten zu verstehen und zu verbessern.
„Ziel des Pilotprojektes - und der zehn dafür geschulten Lehrkräfte - ist die Stärkung der Kompetenzen von Schülern zum selbstregulierten Lernen“, erläutert Geschäftsführerin von „reactions“, Rebecca Fill Giordano. Die Lernsoftware, so Fill Giordano weiter, sei wie ein neutraler Beobachter, der auf unterhaltsame Weise aber gleichzeitig mit konstruktiver Kritik die Schüler durch den Lernprozess begleitet. Dabei wird die Selbstbeobachtung gefördert und die neuen Erkenntnisse führen zu mehr Selbstverantwortung. Mit der Software können Schüler ihre Stärken und Schwächen im Lernprozess selbst erkennen; beim Absolvieren des Lernprogrammes stellen sich dann sogenannte „Aha-Effekte“ ein, die das verbesserte Lernverhalten dauerhaft prägen.
Das Unternehmen „reactions“ bietet weitere Softwares zur Diagnose des Lernverhaltens, nicht nur für Schüler, sondern auch für Erwachsene an. Es handelt sich immer um Werkzeuge, die nach wissenschaftlichen Kriterien in Zusammenarbeit mit der Universität Wien entwickelt und geprüft werden.

