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Untersuchungen zu Trockenheit und Hochwasser von „Hydrologis“

Das Wasser der Etsch steht im Blickpunkt zweier Untersuchungen, die das TIS Gründerunternehmen „Hydrologis“ derzeit durchführt. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit sind „Hydrologis“, die Universität Trient und die Autorità di bacino dell’Adige dabei eine Software zu entwickeln, die die Auswirkungen langer Trockenperioden und die daraus resultierenden ökologischen Folgen simuliert.

Von der Provinz Bozen wurde „Hydrologis“ jetzt zusätzlich beauftragt die Gefahrenstellen der Etsch bei Hochwasser zu lokalisieren, damit Maßnahmen ergriffen werden können, um Überflutungen entgegenzuwirken.

„Das Problem der derzeitigen Trockenheit besteht darin, dass die Pegel der Flüsse absinken und dadurch Meerwasser in die Flüsse laufen könnte“, erläutert Silvia Franceschi von „Hydrologis“. Dies, so die Ingenieurin, hätte zur Folge, dass Flusslebewesen durch das Salzwasser abgetötet werden. Dies bedeute einen riesigen Schaden für das ganze Ökosystem eines Flusses, so Franceschi. Die Software, die „Hydrologis“ derzeit entwickelt, soll alle möglichen Auswirkungen großer Trockenheit auf das Ökosystem der Etsch simulieren. In einem nächsten Schritt werden aus den Simulationsergebnissen des Computerprogramms dann mögliche Maßnahmen abgeleitet, die unternommen werden können, wenn dieser Katastrophenfall eintritt.


Mit dem genauen Gegenteil beschäftigt sich das TIS Gründerunternehmen im Rahmen eines anderen Projektes. Stichwort: Hochwasserprävention. Hier geht es darum die Gefahrenstellen der Etsch bei Hochwasser zu lokalisieren, um Überflutungen vorzubeugen. „Die Haupt-Gefahrenpunkte sind Engpässe der Etsch oder unzureichende Dämme“, so Franceschi. Der erste Arbeitsschritt besteht nun darin eine Datenbank mit allen Gefahrenstellen der Etsch in möglichen Hochwassersituationen zu erfassen. Danach wird eine Landkarte mit allen hochwassergefährdeten Stellen der Etsch erstellt, die dann in die Leitlinien zur Erstellung der Gefahrenzonen-Pläne einfließen.

Das Fachwissen von Hydrologis ist auch am TIS innovation park gefragt. Im TIS ist man dabei das „Kompetenzzentrum Wasser“ zu gründen, bei dem „Hydrologis“ Projektpartner sein wird.

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