Trilogien in Dur und Moll
Ein Stück Käse, ein Scheibchen Apfel und ein Schluck Wein – das ist ein „perfekter Bissen“. Werden die Geschmacks- und Duftnoten dieses perfekten Bissens dann noch auf dem Klavier in Harmonien und Akkorde interpretiert, verwandeln sie sich in Trilogien – mal in Dur, mal in Moll.
Der Verkostung von insgesamt sechs musikalisch untermalten Trilogien wohnten im Augustini-Saal des Kloster Neustifts vergangenen Februar gleich 60 Lebensmittelproduzenten, Gastronomen, Wein- und Käsesommeliers bei. Die Stars des Abends waren – neben Pianist Alex Trebo – ausgewählte Käsesorten von Degust, Äpfel aus dem „Sortengarten Südtirol“ und Wein aus den Kellern des Kloster Neustifts.
„Vielschichtigkeit“ lautete beispielsweise der Titel einer dieser Trilogien. Ein mit Algen veredelter Käse, kombiniert mit einem Tiroler Spitzlederer und dem Blauburgunder „Praepositus“ des Kloster Neustifts. Ehe die Klaviermusik einsetzt, riechen Käse-Affineur Hansi Baumgartner, Frowin Oberrauch vom Sortengarten Südtirol und Urban von Klebelsberg, Verwalter des Kloster Neustifts – die „Vorkoster“ des Abends - an den vor ihnen stehenden Gaumenfreuden. „Pistaziennote“, „Pikant und rauchig“, „“Waldboden“ - derartige Beschreibungen werden sinnierend ausgesprochen und geben Pianist Alex Trebo den Einsatz für seine Improvisation. Im Falle der Trilogie „Vielschichtigkeit“ besteht diese darin, dass die Spitzlederer-Äpfel auf die Saiten des Flügels geworfen, und die Saiten ihrerseits mit einem Bleistift, direkt im Resonanzkasten des Flügels, gezupft werden.
Ganz so experimentell ging es bei der musikalischen Untermalung der Trilogie „Umarmung“ nicht zu. „Das war wie ein Frühlingsduft, schwingend wie ein Tanz“, schwärmte eine Zuhörerin nach der Verkostung. Kulinarisch war „Umarmung“ eine Komposition aus Ziegenkäse affiniert mit Rosenmuskateller-Trester, Wintercalville und Sylvaner „Praepositus“ Jahrgang 2008 – „rund im Geschmack“, „sahnig im Gaumen“, „gute begleitende Herbe“.
„Die Verkostung war ein Beispiel, wie man Nischenprodukte hochwertig präsentieren kann.“ Der Realismus von Bettina Schmid, Managerin des Lebensmittelclusters Alimentaris des TIS innovation park, konterkariert die Verträumtheit der soeben verklungenen Trilogien „Gänsehaut“, und „Süßpikantes Finale“: Almkäse mit Goldrush und Gewürztraminer einerseits und Blauschimmel-Kakao-Edelkäse mit getrockneter Ananasrenette und 2009er Rosenmuskateller andererseits.
„Wir wollten die Besucher der Verkostung inspirieren, diese Form der Produktpräsentation auch im eigenen Geschäft oder im eigenen Restaurant anzubieten, um die Sinne der Kunden und Gäste einmal auf andere Weise anzusprechen“, erläutert Bettina Schmid vom TIS Ziel und Sinn der Veranstaltung. Wie sehr die in so musischem Rahmen präsentierten Produkte gewinnen, veranschaulicht am besten die Trilogie „Alpendüfte“, bei der ein Kümmelkäse und eine Müller-Thurgau-Fassprobe mit dem Apfel Steinpepping verkostet wurden. So rustikal diese Kombination nämlich zunächst daher kommt - den Besuchern der Verkostung wird sie wahrscheinlich als „heuige Blumenwiese mit belebend-spannender Säure“ in Erinnerung bleiben. Aus solchen Sinneserfahrungen besteht dann vielleicht auch die Magie dieser Trilogien in Dur und Moll.
„Vielschichtigkeit“ lautete beispielsweise der Titel einer dieser Trilogien. Ein mit Algen veredelter Käse, kombiniert mit einem Tiroler Spitzlederer und dem Blauburgunder „Praepositus“ des Kloster Neustifts. Ehe die Klaviermusik einsetzt, riechen Käse-Affineur Hansi Baumgartner, Frowin Oberrauch vom Sortengarten Südtirol und Urban von Klebelsberg, Verwalter des Kloster Neustifts – die „Vorkoster“ des Abends - an den vor ihnen stehenden Gaumenfreuden. „Pistaziennote“, „Pikant und rauchig“, „“Waldboden“ - derartige Beschreibungen werden sinnierend ausgesprochen und geben Pianist Alex Trebo den Einsatz für seine Improvisation. Im Falle der Trilogie „Vielschichtigkeit“ besteht diese darin, dass die Spitzlederer-Äpfel auf die Saiten des Flügels geworfen, und die Saiten ihrerseits mit einem Bleistift, direkt im Resonanzkasten des Flügels, gezupft werden.
Ganz so experimentell ging es bei der musikalischen Untermalung der Trilogie „Umarmung“ nicht zu. „Das war wie ein Frühlingsduft, schwingend wie ein Tanz“, schwärmte eine Zuhörerin nach der Verkostung. Kulinarisch war „Umarmung“ eine Komposition aus Ziegenkäse affiniert mit Rosenmuskateller-Trester, Wintercalville und Sylvaner „Praepositus“ Jahrgang 2008 – „rund im Geschmack“, „sahnig im Gaumen“, „gute begleitende Herbe“.
„Die Verkostung war ein Beispiel, wie man Nischenprodukte hochwertig präsentieren kann.“ Der Realismus von Bettina Schmid, Managerin des Lebensmittelclusters Alimentaris des TIS innovation park, konterkariert die Verträumtheit der soeben verklungenen Trilogien „Gänsehaut“, und „Süßpikantes Finale“: Almkäse mit Goldrush und Gewürztraminer einerseits und Blauschimmel-Kakao-Edelkäse mit getrockneter Ananasrenette und 2009er Rosenmuskateller andererseits.
„Wir wollten die Besucher der Verkostung inspirieren, diese Form der Produktpräsentation auch im eigenen Geschäft oder im eigenen Restaurant anzubieten, um die Sinne der Kunden und Gäste einmal auf andere Weise anzusprechen“, erläutert Bettina Schmid vom TIS Ziel und Sinn der Veranstaltung. Wie sehr die in so musischem Rahmen präsentierten Produkte gewinnen, veranschaulicht am besten die Trilogie „Alpendüfte“, bei der ein Kümmelkäse und eine Müller-Thurgau-Fassprobe mit dem Apfel Steinpepping verkostet wurden. So rustikal diese Kombination nämlich zunächst daher kommt - den Besuchern der Verkostung wird sie wahrscheinlich als „heuige Blumenwiese mit belebend-spannender Säure“ in Erinnerung bleiben. Aus solchen Sinneserfahrungen besteht dann vielleicht auch die Magie dieser Trilogien in Dur und Moll.

