Viel gedacht, gut verpackt
Eine gute Verpackung muss Lebensmittel vor äußeren Einflüssen schützen, Inhaltsstoffe bewahren und gleichzeitig leicht zu öffnen sein. Selbstverständlich darf sie die menschliche Gesundheit nicht gefährden und muss so beschaffen sein, dass sich Werbebotschaften und Verbraucherinformationen gut darauf anbringen lassen. Sie muss zudem umweltfreundlich und gleichzeitig preiswert sein. Die Frage lautet nur: wie schaffen es die Unternehmen des Lebensmittelsektors Verpackungen zu finden, die alle diese Anforderungen erfüllen? Ein Workshop des Clusters Alimentaris des TIS innovation park zum Qualitätsmanagement im Verpackungsbereich gab Unternehmern die wichtigsten Infos.
"Die Techniker sollen die Verpackungsmaterialien aussuchen, um die Funktionalität im Produktionsprozess zu gewährleisten: die Anforderungen bezüglich Verbrauchergesundheit und Umweltverträglichkeit müsste die Verpackungsfirma garantieren", so lautet das Resümee, das der Referent des Workshops Norbert Müller, Verpackungsentwickler der Loacker AG, am Ende des Workshops zog.
Geld sparen bei Verpackungen, so führte Müller aus, ließe sich beispielsweise bei Folienverpackungen. "Wenn man die Stärke einer Folienverpackung nur um wenige tausendstel Millimeter reduziert, lassen sich aufs Jahr gerechnet viele tausend Euro sparen, ohne dass man einen Verlust der Funktionalität oder einen Rückgang der Lebensmittelsicherheit zu beklagen hat", so Müller.
"Der Workshop machte deutlich, dass Unternehmen ihre Verpackungsfirmen sehr genau unter die Lupe nehmen müssen, um sicher zu gehen, dass ihre Lebensmittel so ökologisch, so ökonomisch und so funktional wie möglich verpackt sind", erläuterte Alimentaris-Managerin Bettina Schmid im Anschluss an den Workshop. Wichtig sei vor allem, dass Unternehmer bei der Wahl der Verpackung über die bestehenden Problematiken informiert seien "und dazu", so Schmid abschließend, "konnte dieser Workshop einen kleinen Beitrag leisten."
Veranstaltet wurde der zweite Qualitätsmanagement-Workshop des Clusters Alimentaris in diesem Jahr bei der Firma Mila in Bozen. 12 Unternehmer des Lebensmittelsektors nahmen daran teil. Wilfried von Mersi, Qualitätsmanager und Verantwortlicher für die Produktentwicklung bei Mila, führte die Teilnehmer durch die Frischmilch- und Joghurtproduktionsanlagen.

