Zipperle und Milkon gewähren Einblick - Cluster Alimentaris: Qualitätsmanagement im Lebensmittelsektor
LEBENSMITTEL - Die Qualität von 50 Millionen Liter Fruchtsaft, Fruchtmark und Fruchtkonzentrate sichern und kontrollieren: mit dieser Herausforderung sieht sich die Zipperle AG in Meran alljährlich konfrontiert. In einem Workshop des Clusters Alimentaris des TIS innovation park hatten 23 Unternehmer des Lebensmittelsektors die Möglichkeit, bei einer Betriebsbesichtigung hinter die Kulissen von Zipperle zu schauen und auch die Milkon Südtirol gewährte in einem Vortrag Einblick in das eigene Qualitätsmanagementsystem.
Wie wichtig gutes Qualitätsmanagement im Lebensmittelsektor ist, veranschaulichte Christian Benin, Verantwortlicher für Saftaufbereitung bei der Betriebsbesichtigung auf dem Firmengelände der Zipperle AG. 95 Prozent des Umsatzes macht das meraner Unternehmen mit Fruchtsäften, - marks und –konzentraten für Verarbeitungsbetriebe wie Babynahrungshersteller oder andere Fruchtsafthersteller. Im Bereich Energiegewinnung setzt die Zipperle AG nicht nur auf Photovoltaik, sondern erzeugt durch die Verbrennung von Reststoffen aus der Früchteverarbeitung Dampf, mit dem der Firmensitz beheizt wird. Selbst die zurückbleibende Asche wird noch ins Ziegelwerk gebracht.
Wilfried von Mersi, Qualitätsmanager der Milkon Südtirol, erläuterte in seinem Vortrag dann wie das Thema „betriebliche Verpflichtungen“ von der organisatorischen Seite her angegangen werden kann. Zunächst müsse abgeklärt werden, welche der vielen lokalen, nationalen, internationalen und EU-Vorschriften das eigene Unternehmen überhaupt beträfen, um dann zu definieren, wer im Unternehmen für die Einhaltung welcher Auflagen zuständig ist. „Dann muss festgelegt werden, wer was bis wann zu tun hat und wie alle Arbeitsschritte nachvollziehbar dokumentiert werden können“, erklärte von Mersi den anwesenden Qualitätsmanagern.
„Die Qualitätsmanager unterschiedlicher Südtiroler Unternehmen können sich bei diesen Treffen austauschen sowie andere Produktionssektoren des Lebensmittelbereichs kennenlernen und somit voneinander profitieren“, fasst Bettina Schmid, Managerin des Clusters Alimentaris des TIS innovation park zusammen. In diesem Jahr sind noch drei Qualitätsmanagertreffen geplant.

