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Alpines geht unter die Haut - Hautpflege mal anders

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Molke spendet Feuchtigkeit, Honig begünstigt die Wundheilung, Traube wirkt der Hautalterung entgegen und Latsche fördert die Durchblutung: der Haut kann man also mit alpinen Rohstoffen sehr viel Gutes tun. Ein Vortrag mit dem Titel „Alpines geht unter die Haut“ veranschaulichte die positiven Effekte, die alpine Ressourcen auf die Haut haben. Die Veranstaltung wurde vom Cluster Alpine Wellbeing des TIS innovation park auf Einladung des Clustermitglieds Trehs organisiert.

Alpines geht unter die Haut - Hautpflege mal anders

Albert Brugger, Gertraud Krähn Senftleben, Manuela Irsara, Stefan Wortmann und Stefanie Tartarotti.

Die Haut ist das größte, schwerste und vielseitigste Organ des Menschen. Das Angebot an Kosmetikprodukten zum Schutz dieses wichtigen Organs ist nahezu endlos. Viele Hautpflegeprodukte basieren auf exotischen Rohstoffen wie Jojoba, Aloe Vera oder Avocado. Dass aber auch und gerade alpine Rohstoffe wie Molke, Honig, Traube und Latsche gut für die Haut sind, darüber referierten die deutschen Hautärzte Gertraud Krähn Senftleben und Stefan Wortmann.

„Die Traube ist in Hinblick auf Anti-Aging von großer Bedeutung. Ihre Wirkstoffe schützen vor freien Radikalen und wirken so der Hautalterung entgegen. Die Wirkstoffe der Traube können dabei sowohl in Form von Cremes als auch durch das Essen der Frucht selbst aufgenommen werden“, so die Hautärztin Gertraud Krähn Senftleben. Auch die Latsche trägt einen wertvollen Beitrag zur Hautpflege bei: Ihr ätherisches Öl beugt ebenfalls der Hautalterung vor und wirkt stark durchblutungsfördernd. Die Latsche wurde klinisch untersucht und wird heute bei der Behandlung verschiedener Hautkrankheiten, wie etwa Schuppenflechten oder Ekzemen eingesetzt. Bereits in den frühen 1920er Jahren wurde der Extrakt als eine Art Ersatzantibiotikum verwendet.

Molke hingegen ist bekannt für ihre feuchtigkeitsspendende Wirkung. Daneben enthält sie viele Vitamine, die für die Hautgesundheit wichtig sind. Feuchtigkeit und Lichtschutz sind mitunter die wichtigsten Faktoren für gesunde und schöne Haut. Honig wurde bereits in den Weltkriegen in der Wundpflege eingesetzt. „Heute ist seine Anwendung bei Wundheilungen und Verbrennungen in Form von Medizinal-Honig wissenschaftlich nachgewiesen. Honig ist jedoch nicht gleich Honig, entscheidend ist seine Qualität“, sagt Dermatologe Stefan Wortmann.

„Südtiroler Unternehmen, die im Bereich Wellness und Pflegeprodukte tätig sind, sollen erkennen, dass regionale Inhaltsstoffe genauso wirksam in der Hautpflege eingesetzt werden können und so manchen exotischen Rohstoffen in nichts nachstehen. Zudem sind regionale Produkte generell für die Menschen im Alpenraum verträglicher, da sie in unserer Umgebung gewachsen sind“, resümiert Manuela Irsara, Managerin des Cluster Alpine Wellbeing des TIS innovation park. „Das macht die Pflegeprodukte und Anwendungen authentisch und daraus wiederum kann ein Wettbewerbsvorteil entstehen.“
 

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