Was ätherische Öle alles können
Latschenkieferöl kann Angst- und Stresssituationen lindern, Thymian wirkt anregend und Lavendel lässt Wunden schneller abklingen. Professor Dietrich Wabner aus München, Duftforscher und Experte im Bereich ätherische Öle, ging in einem Workshop und einem Vortrag mit Unternehmern des Wellness-Sektors auf das Potential ätherischer Öle der Alpen ein. Die Veranstaltung fand vergangene Woche im TIS innovation park statt. Organisiert wurde sie vom Cluster Alpine Wellbeing des TIS.
Aromastoffe können das Wohlbefinden steigern, da der Geruchssinn unmittelbar mit dem Gehirn in Verbindung steht. Dass es weit mehr Anwendungsmöglichkeiten ätherischer Öle gibt als die klassische Duftlampe, zeigten ein Workshop und ein Vortrag zum Thema.
Südtirol verfügt über viele alpine Kräuter, Blüten oder Bäume, die zur Herstellung ätherischer Öle äußerst geeignet sind, wie etwa Latsche, Wacholder, Lavendel oder Thymian. In Südtirol gibt es zwei Unternehmen, die solche Öle herstellen, und zwar die beiden Cluster-Mitglieder Bergila in Pfalzen und, für die Latsche, Eschgfeller im Sarntal.
Im Zuge des Workshops zeigte Professor Wabner auf, welche Anwendungsmöglichkeiten ätherischer Öle und Duftmischungen es gibt. „Die Qualität der Öle ist dabei ausschlaggebend“, so Wabner, „sie sollten zu 100 Prozent naturrein sein.“ Vor allem die Mischung alpiner mit mediterranen, fruchtigen Düften, wie etwa Orange oder Zitrone, sei laut Wabner zu empfehlen. Davon konnten sich die Teilnehmer des Workshops gleich selbst überzeugen, indem sie verschiedene Mischungen ausprobierten.
Im anschließenden Vortrag ging Professor Wabner auf die Bedeutung von Aromastoffen für den Menschen ein. Demnach können sie das Wohlbefinden steigern und haben positive Auswirkungen auf Körper und Psyche. Aufgenommen werden können Aromastoffe entweder über die Nase, über die Haut, etwa in Form von Cremes, Massagen oder Bäder, oder durch die Einnahme von Tropfen. Am effektivsten sei dabei das Einatmen von Aromastoffen über die Nase, da sie von hier aus direkt in das Gehirn gelangen.

