„Unternehmergeist“ bei Würth – Klare Zielsetzung, gesunder Optimismus
Klare Zielsetzungen, gutes Controlling und gesunder Menschenverstand sind die wichtigsten Voraussetzungen für unternehmerischen Erfolg. Dieses Resümee zog jedenfalls Anton Seebacher, Mitbegründer der Würth Italien GmbH bei der Veranstaltung „Unternehmergeist“, die vom TIS innovation park und der Handelskammer Bozen auf dem Würth Werksgelände, am Freitag, 19. September, in Neumarkt organisiert wurde.
Seebacher erläuterte in seinen dreißigminütigen Ausführungen, wie es ihm gelungen ist, Würth Italien vom Zwei-Mann-Betrieb zum Marktführer zu machen. Dabei verwies Seebacher auf einen wichtigen Umstand: „Wenn Sie Qualität anbieten, dann akzeptieren Ihre Kunden auch höhere Preise und Unternehmen, die auf Qualität setzen, sind Krisenbeständiger, als diejenigen, die möglichst billig sein wollen“.
Zweiter Hauptreferent des Abends war Michael Gasser vom TIS Gründerunternehmen Frutop. Frutop entwickelt und installiert Hagelschutznetze, aber auch Vogelschutznetze für Fischzuchten oder Witterungsschutznetze für große Freiluftparkplätze. Gasser erklärte den rund 40 angehenden Unternehmern: „Vor fünf sechs Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich heute mal Hagelschutznetze herstelle.“ Eine Reihe von Zufällen seien für den Erfolg des TIS Gründerunternehmens mitverantwortlich und natürlich die Konzentration auf ein Nischenprodukt, für das es in Südtirol einen Markt gäbe, so Gasser.
Einig waren sich Seebacher und Gasser darin, dass die ersten drei bis fünf Jahre die schwierigsten im Dasein des Unternehmens darstellten. Gasser verwies in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf wie wertvoll die Unterstützung des TIS innovation park in dieser Phase für sein Unternehmen gewesen sei.
Eine Frage in der abschließenden Fragerunde bei „Unternehmergeist“ richtete sich dann auch an Petra Gratl, die Leiterin des Gründerzentrums im TIS innoavtion park. Wie man kostengünstig Werbung für ein innovatives Produkt oder eine innovative Dienstleistung machen könne, wollten die angehenden Unternehmer wissen. Gratl erwiderte: „Das kommt ganz darauf an, ob das Produkt für den Südtiroler Markt oder für einen größeren Markt gedacht ist. Wenn ihr auf kleinere Märkte wollt, kommt ihr oft schon mit viel Fantasie und mit Hilfe des Internets sehr weit.“
Ein Jungunternehmerin wollte wissen, ob den Unternehmertum und Familie gut miteinander zu vereinbaren seien. Sowohl Jungunternehmer Gasser, als auch Würth-Mitbegründer Seebacher verneinten dies. „Sowohl die Gesundheit, als auch das Familienleben muss einiges aushalten, wenn man ein Unternehmen aufbauen will“, so Seebacher. Darüber hinaus sei ein gesunder Optimismus notwendig. Wichtig ist, dass man sich von seinen Ideen nicht abbringen lässt, fasste Frutop-Geschäftsführer Michael Gasser abschließend zusammen. Für die Bewältigung von Krisenphasen setze er ganz auf das Motto: „Irgendwie geht es immer weiter.“

