Das Wichtigste: Ziele beinhart verfolgen
Fleiß, harte Arbeit und starke Nerven: darin sieht Enrico Steger, Geschäftsführer des Unternehmens Zirkonzahn und Erfinder der manuellen Zirkonfräse, das Geheimnis seines Erfolgs. Steger referierte im Rahmen der Veranstaltung „Unternehmergeist“ zum Thema „Gründen, wachsen expandieren“. Michael Gasser vom TIS Gründerunternehmen Frutop war ebenfalls Referent bei „Unternehmergeist“.
In schönstem Pustertaler Dialekt schilderte der charismatische Redner Enrico Steger aus Sand in Taufers seinen Werdegang: Nach dem Abschluss einer Zahntechnikerausbildung ging er nach Deutschland, wo er in Zahntechniklabors hart gearbeitet und viel gelernt habe. Wieder in der Heimat, richtete er sich in einem Keller sein eigenes Labor ein, wo er Tag und Nacht tüftelte. Seine Ideen gab er anfangs an Unternehmen weiter; später lud man ihn selbst ein, um in aller Welt Vorträge und Fortbildungskurse zu halten. Eine Idee aber verkaufte er nicht weiter: die Erfindung der manuellen Zirkonfräse. Er vermarktete das Gerät selbst und gründete das Unternehmen Zirkonzahn. Im Rahmen einer Präsentationstour durch beinahe ganz Europa führte Steger immer nur das Endprodukt vor, nicht aber das Gerät, das dieses fertigte. Damit wuchs die Neugierde: Um die Bedienung der Fräse zu erlernen, mussten Interessierte von Steger veranstaltete Kurse besuchen. Das Unternehmen Zirkonzahn hat heute Niederlassungen in 15 Ländern und verkauft seine Produkte in über 60 Staaten. „Für den Erfolg braucht man unendlich viel Kraft und auch Leidenschaft für das, was man tut“, fasst Steger sein Erfolgsrezept zusammen und ergänzt: „In meiner Jugend und auch danach habe ich immer viel auf den Deckel bekommen, was mich aber keineswegs von meinem Weg abgebracht hat. Im Gegenteil: das hat mich enorm abgehärtet und erst recht motiviert, weiterzumachen.“
Michael Gasser, Jungunternehmer aus Bozen, erklärt sich seinen Erfolg vor allem mit Zielstrebigkeit: „Das wichtigste ist, immer genaue Ziele und Strategien vor Augen zu haben und nicht vom Weg abzukommen“, so Gasser und er ergänzt: „Hätte ich nur einmal an unserem Plan gezweifelt, wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin“. Gasser ist Geschäftsführer von Frutop, einem TIS Gründerunternehmen, das auf Witterungsschutz spezialisierter ist. Am Anfang stand nichts außer einer Idee, die Gasser und sein Partner hatten, und den Willen, mit dieser Idee ein Unternehmen zu starten. Im TIS innovation park fanden die Jungunternehmer den geeigneten Partner. Hier standen ihnen alle Dienstleistungen zur Verfügung, die ein frisch gegründetes Unternehmen so braucht: von Büroräumlichkeiten über Beratungen aller Art bis hin zu Business-Checks und Unterstützung in der Produktentwicklung. Heute führen Gasser und sein Partner ein 40-Mann starkes Unternehmen, das seine Technik und sein Know-how mittlerweile nach Griechenland, Ungarn und sogar nach Korea verkauft.
Nach den Referaten ging es spannend weiter: Enrico Steger zog zwei Losnummern und überreichte den glücklichen Gewinnern zwei nagelneue BlackBerrys. Beim anschließenden „get together“ hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich untereinander und mit den Referenten auszutauschen.

