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30 Qualitätsmanager diskutieren über Allergene

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Soja, Nüsse, Eier und Milch haben eines gemeinsam: sie können Allergien auslösen und müssen daher bei Lebensmitteln als so genannte Allergene gekennzeichnet werden. Ein Treffen der Qualitätsmanager von 30 Südtiroler Lebensmittelunternehmen beim Marktführer für glutenfreie Lebensmittel Dr. Schär in Burgstall, legt den Schluss nahe, dass es vor allem eines braucht: einheitliche Richtlinien innerhalb der EU, wie mit Allergenen und deren Kennzeichnung umzugehen ist. Organisiert wurde der Gedankenaustausch der Qualitätsmanager mit anschließender Betriebsführung bei Dr. Schär vom Cluster Alimentaris des TIS innovation park.

30 Qualitätsmanager diskutieren über Allergene

von links nach rechts: Bettina Schmid und Anna Pichler (Cluster Alimentaris), Alberto Pelanda und Günther Augustin (Dr. Schär)

Die Kennzeichnung von Allergenen auf Etiketten ist für Lebensmittelbetriebe ein heikles Thema; einerseits deshalb, da auf den Etiketten laut Vorschrift all jene Zutaten aufscheinen müssen, die Allergene enthalten und anderseits, weil es europaweit noch keine einheitlichen Richtlinien für Grenzwerte von Allergenen in Lebensmittelprodukten gibt. Der Effekt davon wiederum ist, dass Allergiker das Produkt nicht kaufen, weil sie fürchten, dass der Verzehr des Produkts bei ihnen allergische Reaktionen hervorrufen könnte. Das schränkt sie in ihrer Produktauswahl stark ein, in vielen Fällen aber ist der Verzicht auf gewisse Lebensmittel unbegründet.

„EU-weit geltende Grenzwerte für die Konzentration bestimmter Allergene könnten hier Produzenten- und Konsumentensicherheit bringen“, erläutert Bettina Schmid, Managerin des Cluster Alimentaris. Um die Verbindlichkeit von Allergen-Analysen zu gewährleisten, ist es sinnvoll, so Schmid weiter, pro Allergen jeweils eine einzige EU-weit geltende Nachweismethode einzuführen.

Dass diese Standardisierungen beim Nachweis von Allergenen tatsächlich etwas bringen könnten, dafür ist Dr. Schär in Burgstall der beste Beweis. Dr. Schär ist europaweit Marktführer in der Herstellung glutenfreier Lebensmittel. Gluten ist ein Klebereiweiß, das in verschiedenen Getreidearten vorkommt, und Auslöser von Zöliakie. Einzig für Gluten gibt es EU-weit geltende Nachweismethoden und Grenzwerte. „Diese einheitlichen Richtlinien machen uns als Lebensmittelproduzent die Arbeit sehr viel leichter“, erläuterte Alberto Pelanda, Qualitätsmanager von Dr. Schär bei der Betriebsführung. Pelanda verwies darauf, dass die strenge Kontrolle eine der wichtigsten Säulen des Qualitätsmanagements bei Dr. Schär sei. Dies gelte nicht nur für das Einhalten von Grenzwerten und Standards bei Nachweisverfahren, sondern auch bei der Kontrolle der Rohstoffe. Alle Rohstoffe, die Dr. Schär für die Produktion seiner glutenfreien Lebensmittel verwendet, werden einer innerbetrieblichen Kontrolle unterzogen, ehe sie für die Produktion freigegeben werden.

„Der Gedankenaustausch zwischen Qualitätsmanagern, den wir im Bereich Lebensmittel im TIS bereits seit zwei Jahren fördern, stößt bei den Unternehmen auf positive Resonanz“, erklärt Bettina Schmid vom Cluster Alimentaris. „Die Treffen sind ein angenehmer Rahmen, um aktuelle Problemstellungen zu diskutieren und Problemlösungsansätze am konkreten Beispiel zu begutachten“, so Schmid.

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