Sie sind hier: Startseite News Biogas in Südtirol: großes Wachstumspotential
Nachrichten
Alto Adige: cervelli verdi cercansi!
In controtendenza rispetto al fuggi fuggi di cervelli e idee dal suolo nazionale, l’iniziativa “enertour 4 university students” vuole ...
08.02.2012
Das Projekt LISA auf der Munich Creative Business Week 10. Februar 2012
Workshop: Von der Architektur zu Service Robotik - neue Ansätze für barrierefreie Wohnkonzepte Datum: 10.02.2012 14.00-18.00 Uhr Techni ...
06.02.2012
Backen und Verpacken - QM-Treffen bei der Firma Stabinger
Wie gelingt es, in einer automatischen Produktionsanlage Torten, Kuchen und Strudel zu erzeugen, die wie selbstgebacken schmecken? Und welch ...
03.02.2012
Coaching-Lehrgang erfolgreich abgeschlossen
11 Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben den Lehrgang "Coaching - Einstieg in die Lebensmittelindustrie" am 26. Jänner 2012 mit einer Betrie ...
02.02.2012
Wenn das Smartphone Ingenieure zu Touristen macht
Mit dem Smartphone Gefahrenzonen und Steilhänge von Flüssen erkennen und sogar 3D-Aufnahmen davon ansehen können: Umweltingenieure und Ge ...
30.01.2012
Brot aus Südtiroler Korn ab Herbst in 34 Bäckereien
Schüttelbrot und Pusterer Breatl aus Südtiroler Getreide schmeckt den Südtirolerinnen und Südtirolern. Das ist das Ergebnis eines Tests, ...
25.01.2012
Jugendolympiade: TIS Cluster trifft Ausrichter
Bei den ersten Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck trafen nicht nur 1000 talentierte Nachwuchssportler in sportlichen Wettbewerben ...
23.01.2012
Projekt enertour gewinnt EUREGIO Umweltpreis
Das Projekt „enertour – Energie- und Klimatourismus in Südtirol“ des TIS innovation park und der Stiftung Südtiroler Sparkasse hat b ...
23.12.2011
Weitere Nachrichten…
 

Biogas in Südtirol: großes Wachstumspotential

— abgelegt unter:

Würde man das Biogaspotential Südtirols voll ausschöpfen, könnte man damit den Energiebedarf der gesamten öffentlichen Beleuchtung Südtirols decken, was 2 Prozent des gesamten Südtiroler Stromverbrauchs entspricht. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer Studie, die vom Bereich Energie & Umwelt des TIS innovation park im Auftrag der Abteilung Landwirtschaft der Provinz Bozen durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Studie wurde berechnet, wie stark Südtirol bereits auf die Erzeugung von Biogas setzt, gleichzeitig wurde die tatsächlich in Südtirol vorhandene Biomasse aus Abfällen beziffert und das Wachstumspotential des Biogassektors ermittelt. Die Studie wurde am Dienstag, 22. Juni, im Zuge einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert.

Biogas in Südtirol: großes Wachstumspotential

von links nach rechts: Alvise Bozzo, Franz Schöpf, Stefano Dal Savio, Hans Berger, Paul Steger und Michl Laimer

Im Jahre 2008 wurden in der Provinz Bozen 16 Millionen Kubikmeter Biogas zur Strom- und Wärmeproduktion erzeugt. Würde man das gesamte Biogaspotential aus organischen Abfällen der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie voll nutzen, ließe sich die Biogaserzeugung verdreifachen. Mit dem gewonnenen Strom weiterer 35 Millionen Kubikmeter Biogas könnte man den gesamten Jahresbedarf der öffentlichen Beleuchtungsanlagen Südtirols decken oder rund 20.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen. Mehr Biogas könnte erzeugt werden, indem mehr organische Abfälle aus der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie genutzt werden. Laut Studie ist das Potential aus diesem Sektor nicht voll ausgeschöpft: Würde man das gesamte vorhandene Potential ausnutzen, könnte man achtmal soviel Biogas erzeugen wie bisher. Mist und Jauche sind nur ein Teil der in Südtirol vorhandenen Biomasse, mit der Energie erzeugt werden könnte. Daneben können auch Abfälle aus Agrar- und Nahrungsmittelindustrie, für die oft keine sinnvolle Art der Wiederverwertung gefunden wird, eingesetzt werden. Diese Abfälle stellen „hochwertige“ Biomasse dar, da sie eine hohe Erzeugbarkeit aufweisen.

„Biogas ist auch abseits des reinen Energiewertes sehr attraktiv“, so Landesrat Hans Berger, „da bei sinnvoll geplanten Anlagen und Kreisläufen viele positive Effekte für Klima, Umwelt und Gesellschaft erreicht werden können.“ Franz Schöpf, Direktor der Abteilung Innovation, Forschung und Entwicklung, ergänzt: „Die Produktion von Biogas ist nicht nur wegen der steigenden Energieunabhängigkeit von Südtirol wichtig, sondern bietet immer mehreren Südtiroler Unternehmen einen interessanten Nischenmarkt, der sich nicht nur auf Südtirol begrenzt, sondern inzwischen auch für den italienischen Markt sehr interessant ist. Mehrere Forschungsprojekte zur Optimierung der Biogasanlagen und zur besseren Nutzung von Biomüll unterstreichen diesen Trend".

Was versteht man eigentlich unter Biogas? Biogas besteht hauptsächlich aus Methan und CO2 und entsteht durch Mikroorganismen in Mist, Jauche oder organischen Haushaltsabfällen. In Südtirol besteht die Biomasse zur Biogaserzeugung zu über 50 Prozent aus Abfällen aus der Viehzucht, zu 40 Prozent aus Schlamm aus Kläranlagen und lediglich zu 8 Prozent aus organischen Haushaltsabfällen, dem so genannten „Biomüll“. In Lana soll deshalb die Anlage ausgebaut werden, die in der Lage, ist Biogas aus Biomüll zu gewinnen. In den kommenden Jahren soll dies zu einer Steigerung der Biogaserzeugung führen. Gleichzeitig wird ein Großteil des Biomülls der Südtiroler Städte sinnvoll wiederverwertet.

„Die vom Bereich Energie & Umwelt des TIS durchgeführte Studie ist Teil der aktuellen politischen Stoßrichtung, die darauf abzielt, das Potential der erneuerbaren Energien voll und ganz auszuschöpfen“, sagt Stefano Dal Savio, Manager des Bereichs Energie & Umwelt im TIS, und ergänzt: „Im Biogassektor steckt großes Potential. Wird es voll ausgeschöpft, könnte es einen wichtigen Beitrag zu mehr Energieunabhängigkeit und zu mehr Nachhaltigkeit leisten.“

Die Studie ist Teil des nationalen Projektes „PROBIO“.
 

Artikelaktionen

120111-logo-provinzbz

070704StiftungSparkasse