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23.12.2011
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enertour: UNO schickt Delegation nach Südtirol

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Vertreter aus Mexiko, Südafrika, Afghanistan, Kambodscha und anderen nichteuropäischen Ländern nehmen sich ein Beispiel an Südtirols Energiepolitik: Am 17. und 18. Mai nahmen 52 internationale Delegierte an einer enertour des TIS teil. Umweltlandesrat Michl Laimer verschaffte der Delegation aus Mitarbeitern verschiedener Ministerien, Managern, Vertretern von Industriellenverbänden und Arbeitnehmern einen Überblick über das “Klimaland“ Südtirol. Organisiert wurde die enertour vom TIS innovation park in Bozen in Zusammenarbeit mit der International Labour Organisation (ILO), der Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen.

Die Tour durch Südtirol brachte die Gruppe bis nach Sand in Taufers. Dank der Simultanübersetzung in verschiedene Sprachen, war es möglich, den Teilnehmern die Strategie von Sand in Taufers zu erläutern: die Südtiroler Gemeinde will nämlich die CO2-Emissionen auf Null reduzieren. Die Besichtigung führte zu Biogas-, Wasserkraft- und Photovoltaikanlagen, wo den Teilnehmern die verschiedenen Technologien zur Produktion von Energie aus erneuerbaren Energieträgern sowie deren Kapazitäten vorgestellt wurden.

Die Teilnehmer trafen außerdem Umweltlandesrat Michl Laimer, der sie über den aktuellen Stand und über die Aussichten der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz in Südtirol informierte. Dabei richteten die Teilnehmer auch zahlreiche Fragen an den Landesrat, die sich hauptsächlich auf wirtschaftliche und soziale Aspekte bezogen, wie etwa auf Förderungssysteme und die aktive Einbeziehung der Bevölkerung. Die Delegation schätzte vor allem den Nachdruck und die Überzeugung, mit der Südtirol seine ehrgeizigen Ziele verfolgt. Umweltlandesrat Michl Laimer wies in seinem Vortrag darauf hin, dass die Südtiroler Erfolgsgeschichte in der Energiepolitik ein Ergebnis des Zusammenspiels von vier Faktoren sei. „In Südtirol kommen politischer Weitblick, Umweltbewusstsein in der Bevölkerung, gezielte Umwelterziehung in den Schulen sowie große Ressourcenvielfalt zur Energiegewinnung zusammen“, so der Landesrat. Hinzu komme, dass Südtirol eine intelligente Förderpolitik betreibe, in der sich finanzielle und nicht finanzielle Anreize, die Waage hielten.

Im Zuge der enertour hatten die Teilnehmer außerdem die Möglichkeit, die Rolle der KlimaHaus Agentur sowie die Forschungsaktivitäten der EURAC kennen zu lernen und – Dank eines Treffens mit der Brunecker Firma Leitner Solar – den konkreten Ausbau eines Unternehmens aus dem Sektor Erneuerbare Energien mitzuerleben. Die Teilnehmer aus Lateinamerika, Asien und Afrika waren dabei nicht nur von Südtirols Umweltpolitik beeindruckt, sondern auch von seiner Küche und der Landschaft. „Beeindruck hat mich vor allem, wie sehr hier die touristischen Strukturen gepflegt werden und die Qualität und Wertschätzung der ästhetischen Aspekte“, so ein Teilnehmer aus Indien.

Das Projekt enertour wird gefördert von der Stiftung Südtiroler Sparkasse.

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