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Geniestreich am Tourenski

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Eines der großen ungelösten Themen, an dem sämtliche Skibindungshersteller tüftelten, wurde von einem Südtiroler Unternehmen endlich gelöst: Eine Tourenskibindung, bei der sich die Steighilfe während des Gehens automatisch an die Hanglage anpasst. Das ist der neueste Geniestreich des im TIS innovation park angesiedelten Unternehmens Riskprotect. Der Prototyp dieser weltweit ersten selbsteinstellbaren Steighilfe ist unter den Finalisten des „ISPO Brand New-Award 2010“, der Auszeichnung der internationalen Fachmesse für Sportartikel und Sportmode in München.

Geniestreich am Tourenski

Ulrich Schwingshackl

Vorhang auf für den ersten „Automatik-Tourenski“: wie bei einem Auto mit Automatikgangschaltung stellt sich die innovative Steighilfe von Riskprotect nach Steigungsgrad automatisch ein. Die Vorteile einer sich selbst einstellenden Tourenskibindung liegen auf der Hand: nie wieder lästiges Bücken, um die Bindung manuell umzustellen, kein zusätzlicher Kraftaufwand mehr und – was am wichtigsten ist – kein Sicherheitsrisiko mehr beim Herummanövrieren in steilem Gelände.

„Ohne Übertreibung war das eines der großen noch ungelösten Themen, an dem sämtliche Bindungshersteller arbeiteten. Nach intensiver Tüftelei ist es meinem Team und mir nun gelungen, eine Lösung zu präsentieren, die das Skitourengehen nicht nur angenehmer, sondern auch weniger anstrengend und vor allem sicherer macht“, bekräftigt Ulrich Schwingshackl, Geschäftsführer von Riskprotect. Der Clou der Steighilfe: Eine in Öl gelagerte Kugel, welche die Steighilfe – entsprechend der Neigung – am Hang ausrichtet. Dieser Mechanismus verhindert gleichzeitig, dass die Steighilfe beispielsweise bei Unebenheiten plötzlich wieder in die falsche Position springt.

Auch der Rest der Bindung kann sich sehen lassen: Ein innovatives Harsch-Eisen wurde entwickelt; das ist jener Beschlag aus Metall, der bei eisigem Gelände an die Tourenskibindung eingeklinkt wird. Um den Kraftaufwand zu verringern, beißt sich das neue Harscheisen nur dann in den Schnee, wenn die Gleitphase abgeschlossen ist. Die Bindung selbst besteht aus Kohlefasern. Dieses Material ist absolut neuartig im Bindungsbereich: Es ist leichter und doppelt so fest wie das normalerweise im Bindungsbereich verwendete Aluminium.

Mit dem Prototypen dieser innovativen Bindung hat sich Riskprotect bereits einen Finalistenplatz des „ISPO Brand New-Award 2010“ gesichert. Die ISPO ist die weltweit größte Fachmesse für Sportartikel und Sportmode, die alljährlich im Februar in München stattfindet. Der Brand New-Award, der im Rahmen dieser Messe verliehen wird, gilt als Barometer für Zukunftstrends.

Seit Februar 2009 ist Riskprotect ein Technologieunternehmen des TIS innovation park in Bozen. Das Unternehmen ist im Sportsektor und im Bereich Arbeitssicherheit tätig. „Das Zentrum für Technologieunternehmen im TIS innovation park ist wie ein Biotop für Pflanzen und Tiere, nur eben für innovative, technologieorientierte Unternehmen. Wie man am Beispiel Riskprotect erkennt, trägt diese Unternehmensbündelung Früchte“, so Hubert Hofer, Direktor des TIS.




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