Innovatives rund ums Fenster
Solarenergie in Fenster und Fassade, Fördermöglichkeiten im Energiesektor sowie der Trend hin zum Holzfenster waren die Themen der Veranstaltung „Rund ums Fenster“, die vom Cluster Holz & Technik des TIS innovation park organisiert wurde. 20 Fensterbauer nahmen vergangene Woche an der Veranstaltung auf der Haselburg teil.
Warum Fotovoltaik- und Solarpaneele nur auf Dächern installieren? Tilmann E. Kuhn, Mitarbeiter des Fraunhofer Institutes für Solare Energiesysteme in Freiburg, sprach in seinem Vortrag über Fotovoltaik- und Solaranlagen, die in Fenstern und Fassaden integriert werden. Trends bestätigen, dass es in Zukunft immer mehr Fotovoltaik- und Solaranlagen geben wird: Ab dem Jahre 2018 gilt voraussichtlich EU-weit die Regelung, dass alle Neubauten „Null-Energie-Gebäude“ sein müssen, das heißt, Häuser müssen ihren Energiebedarf selbst decken. „Deshalb wird man vermehrt auch Fassaden und Fenster bei der Installierung solcher Energieanlagen berücksichtigen“, so Kuhn und ergänzt: „Zwar ist bei Paneelen an der Fassade – im Gegensatz zu jenen auf den Dächern – mit einer 30prozentigen Effizienzeinbuße zu rechnen, dafür aber ist die Fassadenfläche weitaus größer und fängt die Wintersonnenstrahlen besser auf“, erklärte Kuhn.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung verschaffte Sepp Walder vom Bereich Energie & Umwelt des TIS und Experte für Fördergesetzgebung im Energiesektor den Zuhörern einen Überblick über Fördermaßnahmen in Südtirol im Bereich erneuerbarer Energieträger.
Dritter Referent war Arnold Karbacher vom Cluster Holz & Technik des TIS. Inhalt seiner Präsentation war die Positionierung der Marke „Holzfenster in Südtirol“. Karbacher schwebt dazu eine Arbeitsgruppe Südtiroler Holzfensterbauer vor – ganz nach dem Vorbild der Vorarlberger „Venstermacher“, einem seit 1997 bestehenden Zusammenschluss von Holzfensterbauern. „Ein derartiger Zusammenschluss bietet den Holzfensterbauern die Möglichkeit eines gemeinsamen Auftritts unter einer Marke; dies würde den Wert des Südtiroler Holzfensters steigern“, sagt Karbacher. Südtirolweit gibt es an die 30 Holzfensterbauer, von kleinen Tischlereibetrieben, die sich auf den Bau von Holzfenstern spezialisiert haben, bis hin zu großen Betrieben. „Ziel eines solchen Zusammenschlusses ist keineswegs, die bereits bestehenden Markennamen der einzelnen Betriebe zu verwässern oder Konkurrenz unter diesen zu schüren; vielmehr geht es darum, den Holzfenstersektor zu stärken und die Bevölkerung diesbezüglich zu sensibilisieren“, so Karbacher weiter. Angesiedelt werden soll die Arbeitsgruppe im Cluster Holz & Technik des TIS innovation park und völlig unparteiisch arbeiten. Der Cluster soll die Bemühungen der Arbeitsgruppe „Fensterbauer“ mit der Organisation von Treffen und Veranstaltungen unterstützen; damit sollen Innovationsmaßnahmen und Möglichkeiten zur Produktpositionierung aufgezeigt werden.

