Kosmetik aus dem Gletscher
„Mica Glacial“ ist ein Extrakt aus verschiedenen Mineralien, die sich im Gestein unter dem Eis des Schnalstaler Gletschers befinden. Sie bilden die Basis für eine neue Pflegelinie namens „Glacisse“. Entwickelt wurden die Cremes, Sprays und Lotionen von Hüttenwirt Paul Grüner, der durch die Beobachtung des Schnalstaler Gletschers und die Lektüre eines Buches aus dem Jahre 1864 zur Kreation der Gletscherpflegelinie inspiriert wurde. Die Vermittlung von Experten und Prüflabors und die Beratung bei der Erstellung der Produktpalette übernahm der Cluster Alpine Wellbeing des TIS innovation park.
Neun Pflegeprodukte umfasst die Pflegelinie – vom Milchtonikum über Körpermilch bis hin zu Augenpflege und Aquaspray. Alle erforderlichen toxikologischen Tests wurden in Labors in Lavis und San Michele all’Adige sowie von den Universitäten Parma, Padua, Trient und Ferrara durchgeführt. Die Tests bescheinigen dem Mica-Glacial-Extrakt, dass es das hauteigene Immunsystem stärkt und eine feuchtigkeitsspendende Wirkung.
Bereits im Jahre 1864 verfasste der Meraner Arzt Georg Götsch sein Buch „Das Leben der Gletscher“, in dem er deren wohltuende Wirkung auf Körper und Geist beschreibt. Götsch stellte fest, dass „Abspannung und Mattigkeit“ in Gletschernähe selten auftraten und stellt vor allem „eine Erheiterung der Seele bei griesgramen Individuen“ fest. Selbst äußere Krankheiten wie veraltete Frostbeulen oder hartnäckige Fußgeschwüre konnten mit Gletschereis „auffallend schnell“ geheilt werden.
„Es ist dieses alte Wissen um die wohltuende Wirkung alpiner Naturressourcen, die wir im Cluster Alpine Wellbeing nutzen wollen, um regionale Wohlfühlprodukte zu entwickeln“, erläutert Manuela Irsara, Managerin des Wohlbefinden-Clusters im TIS. Gepaart mit neusten Erkenntnissen aus der Forschung könne altes Wissen von vielen Unternehmen des Gesundheits- und Wellness-Sektors für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen genutzt werden, so Irsara, die hinzufügt: „Und die Unterstützung von Unternehmen bei der Produktentwicklung ist ja schließlich eine Hauptaufgabe des TIS.“

