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LaugenRind-Produkte für Privathaushalte und Gastronomie

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Schnelles Kochen mit hochwertigen, regionalen Zutaten – diesem Trend der „Gourmet-Convenience-Produkte“ folgten ein innovativer Metzger und 50 innovative Landwirte aus dem Ultental, vom Deutschnonsberg und dem Vinschgau. Sie entwickelten Ragù, Bratensaft, Frankfurter Würstchen und Gulasch, die sowohl in Privathaushalten wie auch in der gehobenen Gastronomie zum Zubereiten von Gerichten verwendet werden können. Das Projekt Laugenrind wurde am Donnerstag, 3. Juni im Rahmen einer Pressekonferenz im TIS innovation park der Öffentlichkeit präsentiert.

LaugenRind-Produkte für Privathaushalte und Gastronomie

von links nach rechts: Paul Laimer , Hans Berger, Hubert Ungerer, Karl Telfser, Roberto Bizzo und Hubert Hofer

Das Fleisch für diese Produkte stammt vom so genannten LaugenRind, von Milchkälbern und Rindern also, die am Fuße des Großen Laugen im Ultental, am Deutschnonsberg oder im Vinschgau aufgezogen werden. Echte LaugenRinder müssen im Deutschnonsberg oder Ultental geboren sein. Die Kälbchen werden nur mit Mutter-Kuhmilch aufgezogen. Alle Rinder weiden im Sommer auf der Alm und werden besonders artgerecht gehalten. Auch beim Transport der Tiere wird darauf geachtet, dass die Wege möglichst kurz sind.

50 Landwirte haben sich im Rahmen des europäischen Leader-Projektes zusammengeschlossen, um Qualitätsfleisch zu produzieren, das in Südtiroler Betrieben produziert und in auch in Südtirol konsumiert wird. Die im Jahr 1995 gegründete Deutschnonsberger & Ultentaler Landwirtschaftliche Erzeugergenossenschaft (DELEG) ist Trägerin dieses innovativen Projekts. Der Genossenschaft gehören auch mehrere landwirtschaftliche Betriebe an, die nach Bio-Land-Kriterien produzieren.

„Regionale Produkte und besondere Produktqualität sind eine viel versprechende Antwort auf die Frage, wie unsere Landwirtschaft dem globalen Konkurrenzdruck langfristig widerstehen soll“, so der Landesrat für Landwirtschaft und Tourismus Hans Berger bei der Pressekonferenz im TIS. Berger verweist weiters darauf, dass europaweit ein starker Trend in Richtung Konsum regionaler Produkte festzustellen ist. Seit dem Jahr 2004 wird das Qualitätsfleisch vom LaugenRind von den bäuerlichen Betrieben der Region produziert und über verschiedene Geschäfte im Ultental sowie im Meraner Raum vermarktet. Die Zahl der am Projekt beteiligten Betriebe steigt kontinuierlich. Mittlerweile werden pro Jahr Fleisch und Wurstwaren aus rund 100 Tieren nach strengen Richtlinien produziert und vermarktet.  Ziel ist es, als Ergänzung zur Vermarktung des Frischfleisches, aus dem hochwertigen Fleisch auch haltbare Gourmet-Produkte zu erzeugen. Metzger Karl Telfser hat nach „Mutters Rezept“ das „Hausgemachte“ ins Glas bekommen: Ragù, Gulasch und Bratensaft, damit es schnell geht und trotzdem gut schmeckt. Zusätzlich gibt es nun auch Kaminwurzen mit LaugenRind, die ohne Einsatz von Pökelsalz hergestellt werden, sowie Frankfurter und Meraner Würstchen mit einem Rindfleischanteil von 75 Prozent.

„Für uns stellte sich die Frage, wieso landwirtschaftliche Produkte über Kilometer durch die Lande transportiert werden, um auf Umwegen wieder an ihrem Ausgangspunkt zu gelangen, und ob es moralisch vertretbar ist, dass Tiere in Massentierhaltungsbetrieben gehalten, dort unter „tierunwürdigen“ Bedingungen gemästet und geschlachtet werden, um dann wieder auf unseren heimischen Tellern zu landen“, erläutert Hubert Ungerer, Projektleiter LEADER Ultental-Deutschnonsberg-Martell. „Das Projekt LaugenRind ist mittlerweile zu einer willkommenen Zuerwerbsquelle für viele Bauern in unserer Region geworden“ so Ungerer weiter. Außerdem, so Ungerer weiter, suche man auch den „Schulterschluss“ zwischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der Region Ultental-Deutschnonsberg-Martell und dem Tourismus in diesem Gebiet. Hochwertige Fleischprodukte werden also vor Ort produziert und auch im Gastgewerbe vor Ort zubereitet. „Das steigert die Authentizität der gesamten Ferienregion“, erklärt Bettina Schmid, Area Managerin des Bereichs Lebensmittel & Wohlbefinden des TIS innovation park, die das Projekt LaugenRind begleitet.

Innovationslandesrat Roberto Bizzo unterstreicht das Engagement der Provinz Bozen, das Verständnis von Innovation über bloße Verarbeitungsaktivitäten hinaus auszuweiten, in diesem Fall eben hin zu Tierzucht und Gastronomie: „Hier handelt es sich um Innovation in der Landwirtschaft, die auf die Aufwertung und Vermarktung unserer landestypischen Produkte abzielt“, so Bizzo.


 

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