Neues vom Apfel
Der Meraner Genussmarkt „PurSüdtirol“, das neue Geschäftsmodell des Meraner Weinhauses, und der Rittner Obsthof Troidner schaffen ein innovatives Produkt vom Apfel: einen Apfelsekt, auch Cidre genannt. Im Gegensatz zum Apfelwein ist ein feines Perlen die typische Eigenschaft des Cidre. Vertrieben wird der neue Cidre unter dem Namen „S’POM“ durch PurSüdtirol. PurSüdtirol verkauft regionale Qualitätsprodukte und Naturprodukte von Südtiroler Bauern, Veredlern und Maufakturen, auf dem Obsthof Troidner wird Obst zur Produktion von Säften, Fruchtaufstrichen und mehr angebaut. Angebahnt wurde die Kooperation durch den Cluster Alimentaris des TIS innovation park. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird „S’POM“ im Rahmen einer Verkostung am Freitag, 2. Juli ab 18 Uhr im PurSüdtirol im Kurhaus Meran.
„Bislang wird der Südtiroler Apfel, der das traditionelle Produkt schlechthin ist, noch zu wenig veredelt“, so Ulrich Wallnöfer, der gemeinsam mit Günther Hölzl Geschäftsführer von PurSüdtirol ist, und ergänzt: „Über Apfelsaft, Apfelchips oder Strudel geht die Produktpalette nicht wirklich hinaus.“ Das Konzept des Apfelweines, den es in Südtirol bereits in kleinen Mengen gibt, war Wallnöfer bereits bekannt, überzeugte ihn aber nicht wirklich: „Der klassische Apfelwein ist geschmacklich oft nicht sehr überzeugend, er ist oft zu säuerlich und passt daher nicht zu vielen Speisen“, sagt Wallnöfer. So kam die Idee auf, in Richtung Apfelschaumwein zu gehen. Der so genannte Cidre, der seinen Ursprung in Frankreich hat, ist milder und perlt angenehm.
Den richtigen Partner fand Wallnöfer im passionierten Obstbauer Thomas Kohl vom Obsthof Troidner, der auf die Veredelung von Äpfeln spezialisiert ist und selbst bereits einen Apfelwein herstellt. Das Ergebnis der Kooperation: ein Cidre made in Südtirol. Sein Name: „S’POM“, ein Wortspiel aus „Spumante“ und „Pomme“ (Französisch für Apfel). „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagt Thomas Kohl. „Wir haben aus dem traditionellen Apfel ein neues Produkt geschaffen, das es in Südtirol so bisher nicht gab und dessen Geschmack uns sehr begeistert. Südtiroler Cidre passt als Aperitif, zu Vor- und auch zu Süßspeisen.“
„Diese Kooperation zeigt uns einmal mehr, wie wichtig Netzwerke sind. Nur so kommen verschiedene Akteure zusammen und neue Produkte können entstehen“, erklärt Bettina Schmid, Managerin des Cluster Alimentaris im TIS. „In diesem konkreten Fall fand die Zusammenarbeit zwischen Vertreiber und Produzent statt. Oft weiß nämlich der Vertreiber besser über die Kundenwünsche Bescheid, die der Produzent dann umsetzen kann“, ergänzt Schmid.

