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23.12.2011
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Sand in Taufers wird fester Bestandteil der TIS enertour

Sand in Taufers hat sich energiepolitisch ehrgeizige Ziele gesteckt: Die Gemeinde will die erste CO2-neutrale Gemeinde Südtirols werden. Dafür hat Sand eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die dazu führten, dass die Gemeinde im Jahr 2009 Ziel von vier enertouren war. Auf nationaler und internationaler Ebene wurde Sand mit Auszeichnungen überhäuft und wird darum in den nächsten Jahren fester Bestandteil der enertouren sein – als Vorzeigebeispiel einer energieeffizienten Gemeinde.

Sand in Taufers wird fester Bestandteil der TIS enertour

Auf Entdeckungs-enertour in Sand in Taufers.

"Mit dieser Maßnahme möchten wir das Energiemodell Sand in Taufers noch stärker bewerben, als dies bisher der Fall war", erläutert Sepp Walder vom Bereich Energie & Umwelt des TIS innovation park. Walder ist im TIS innovation park mit der Organisation der enertouren betraut.

Vier enertouren organisierte das TIS 2009 nach Sand in Taufers. Sand in Taufers nutzt in seinem Energiekonzept Wasserkraft, Windenergie, Photovoltaik für die Produktion von Strom; Biomasse, Solarthermie und Erdwärme wird für die Produktion von Wärme eingesetzt. Demnächst sollen eine Tankstelle für alternative Treibstoffe und ein Energielehrpfad entstehen. Innerhalb von zwei Jahren will Sand außerdem 50 Häuser energetisch sanieren, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Ein Biomasse-Fernheizkraftwerk befindet sich im Bau. Eine bäuerliche Genossenschaft betreibt außerdem eine Biogasanlage für die Produktion von Strom und Wärme. Auch aus diesem Grund entschied sich der Österreichische Biomasseverband, sein Jahrestreffen in diesem Jahr nicht in Österreich sondern in Italien – eben in Sand in Taufers – abzuhalten. Abschließendes Urteil der Verbandsleitung: In Südtirol ziehen Politik, Wirtschaft und Bürger am gleichen Strang, wenn es um die Nutzung erneuerbarer Energien geht. Südtirol ist damit eine Vorzeigeregion Europas in Sachen erneuerbare Energie.

Im Jahr 2008 hat der Bereich Energie & Umwelt des TIS in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Syneco aus Bozen und der Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse, ein Besichtigungskonzept erarbeitet, um die Gemeinde Sand in Taufers in das enertour-Programmangebot aufzunehmen. Die enertouren brachten 2009 rund 150 Techniker, Unternehmer, Vertreter der öffentlichen Verwaltung und Studenten nach Sand, und das ist laut Walder nur der Anfang: in den kommenden Jahren kann die Besucherzahl noch sehr stark ausgebaut werden; im Rahmen der internationalen Ökoenergiekonferenz, die im Oktober stattfand, beteiligten sich an der enertour in Sand erstmals nicht nur italienische Besucher, sondern auch Gäste aus Finnland, Polen, Slowenien, Ungarn, der Schweiz und Deutschland. "Vor einem Jahr hätte ich noch gesagt: Fachleuten aus Finnland und Deutschland zu zeigen, was wir hier in Südtirol im Bereich erneuerbare Energie so machen, ist wie Eulen nach Athen tragen", erläutert Sepp Walder vom TIS. „Aber jetzt lässt Südtirol – auch dank Sand in Taufers – international aufhorchen", so Walder weiter.

Dass Sand in Taufers aufgrund seines Energiekonzeptes mittlerweile weit über die Grenzen Südtirols hinaus bekannt geworden ist, belegen auch die Auszeichnungen, die die Gemeinde regelmäßig erhält. Allein im Jahr 2009 wurde Sand mit dem Südtiroler KlimaEnergy Award und dem europäischen Climate Star für hervorragende Maßnahmen auf Gemeindeebene im Klimaschutz ausgezeichnet. Die Auszeichnung nahmen der Bürgermeister von Sand, Helmuth Innerbichler, und der Umweltreferent der Gemeinde, Wolfgang Mair, im österreichischen Melk im Oktober entgegen.

„Sand in Taufers erlebt eine ganz besondere Erfolgsgeschichte, seit die Gemeinde entschieden hat, stark auf erneuerbare Energie zu setzen“, erklärt Stefano Dal Savio, Manager des Bereichs Energie & Umwelt des TIS innovation park und meint damit, dass die Gemeinde imagemäßig stark vom eigenen Energiekonzept profitiert und sich dies letztendlich positiv auf die Unternehmen in und um Sand auswirkt, die für Planung, Bau und Installation innovativer Energietechnologien verantwortlich sind und das nötige Know-how liefern. „Die enertour und der TIS innovation park", so Stefano Dal Savio, „bemühen sich nun, diesen positiven Trend in Sand durch die feste Aufnahme ins enertour-Programm zu manifestieren“, und verweist darauf, dass jede Gemeinde, die ähnliche Maßnahmen wie Sand in Taufers setzen möchte, auf die Unterstützung der enertour und des TIS innovation park zählen kann.

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