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03.08.2010
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Tourismus kooperiert mit Landwirtschaft

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Produkte vom Brillenschaf, Köstlichkeiten aus dem Ahrntal, Gemüseraritäten sowie Yoghurt- und Käsespezialitäten konnten die Jury beim Wettbewerb „Tourismus trifft Landwirtschaft“ überzeugen. Der Wettbewerb fördert die Kooperation zwischen Landwirtschaft und Tourismus und ist ein Gemeinschaftsprojekt der Abteilung Landwirtschaft und Tourismus, des HGV und des Südtiroler Bauernbundes. 70 Projekte wurden insgesamt eingereicht, 4 davon stammten von Mitgliedern des Cluster Alimentaris des TIS innovation park. Alle 4 Mitglieder kamen dabei unter die ersten 10, eines sicherte sich sogar den zweiten Platz. Die Preisverleihung fand am 4. Juni in der Handelskammer in Bozen statt.

Tourismus kooperiert mit Landwirtschaft

Das Cluster-Mitglied "Fruchetta" bei der Preisverleihung

Der zweite Platz des Wettbewerbs ging an das Clustermitglied „Furchetta OHG“. Das Unternehmen wurde 2009 gegründet mit dem Ziel, das Villnösser Brillenschaf – die älteste Schafrasse Südtirols – zu erhalten und zu vermarkten. „Furchetta“ arbeitet mit 40 Bauern und Züchtern zusammen, veredelt das Fleisch des Schafes, das vor allem in der Gastronomie und im Handel vertrieben wird. Auch die Wollvermarktung ist ein aktuelles Thema. Ebenfalls unter den TOP 10 landeten die Clustermitglieder „Ahrntal Natur GmbH“, der „Aspinger Hof“ sowie der Hof „Lüch da Pcei“. Ahrntal Natur ist eine Vertriebsplattform zwischen Bauern und Händlern, Hoteliers und Köchen. Die Produktpalette reicht von Käsespezialitäten über „Gselcht’s“ bis hin zu Kräutertees. Die Rohstoffe liefern 912 Bauernhöfe und 183 bewirtschaftete Almen des Ahrntals. Auf dem Aspinger Hof in Barbian werden Gemüseraritäten im Einklang mit der Natur angebaut. Diese „vergessenen“ Gemüsesorten wie etwa Erdmandel oder Zuckerwurz finden mittlerweile auch Verwendung in der Spitzengastronomie. Ebenfalls untern den Nominierten war der Gadertaler Hof Lüch da Pcei. Auf dem Hof werden Milchprodukte produziert und gleichzeitig ein Gästehaus betrieben – eine Vorzeigebeispiel also für die Synergie von Landwirtschaft und Tourismus.

„Ein Schwerpunkt im Cluster Alimentaris ist die Veredelung heimischer Rohstoffe zu besonderen Produkten – zu Produkten also, die sich ideal für die Gastronomie eignen, um unseren Gästen etwas ganz Besonderes zu bieten“, so Bettina Schmid, Managerin des Bereichs Lebensmittel und Wohlbefinden im TIS, und ergänzt: „Um den Bedürfnissen der Unternehmen nachzukommen, die vor allem im Tourismus tätig sind, wurde im Herbst letzten Jahres – zusätzlich zum Cluster Alimentaris – der Cluster Alpine Wellbeing gegründet. Hierbei geht es nicht nur um alpine Rohstoffe, die zum Essen geeignet sind, sondern auch um jene, die das Wohlbefinden steigern können, wie etwa Heu- oder Latschenbäder. Der neue Cluster zählt bereits jetzt über 30 Mitglieder.“

Der Wettbewerb „Tourismus trifft Landwirtschaft“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Abteilung Landwirtschaft und Tourismus, des HGV und des Südtiroler Bauernbundes. Eingereicht werden konnten in Südtirol durchgeführte oder geplante Projekte, Maßnahmen, Initiativen, Veranstaltungen, Produkte oder Dienstleistungen, sowie auch noch in der Planung befindliche Ideen und Vorschläge, die im weitesten Sinne zur Kooperation zwischen Landwirtschaft und Tourismus beitragen und diese fördern. Insgesamt wurden 70 Projekte eingereicht.


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