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Wenn der Williams...Fortsetzung

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Zum Betrieb gehören aber eigentlich 37 Mitarbeiter, die dafür sorgen, dass die verschiedenen Früchte gebrannt, in Flaschen abgefüllt und verkauft werden.
Für Karin Roner ist aber das Familienunternehmen mehr als nur ein Job. Es ist Leidenschaft. „Ich bin da von Klein auf reingewachsen“, erzählt sie. „Wir wussten nie, wo die Familie aufhört und der Betrieb anfängt. Alle Leidenschaft wurde ins Unternehmen gesteckt“, so Roner.

Innovation passt für Karin Roner gut mit der Tradition des eigenen Unternehmens zusammen. Einmal ist das der Geschmack der Konsumenten, der einem ständigen Wandel unterworfen ist. „Früher durfte ein Obstbrand ruhig einmal im Abgang brennen und er musste kräftig sein“, erläutert Karin Roner, „heute muss er weich sein.“


Heute brennen, was 2009 getrunken wird

Vor dem Brennraum, in dem die verschiedenen „Grappe“ gebrannt werden, riecht es nach Herbst – nach vergorenen Trauben. Die rötlichen Tresterreste, die aussehen wie feuchte Rosinen, werden im Hof angeliefert und weiterverarbeitet. Der Duft der Luft macht Appetit auf Kastanien, Hauswurst und Knödel.

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Obstbrände  aus Tramin - für Karin Roner Leidenschaft.


Für solche Gedanken hat Karin Roner aber keine Zeit, denn heute wird produziert, was im Jahr 2009 getrunken wird. „Wir müssen unserer Zeit eben immer voraus sein“, so Roner und verweist mit Stolz auf das neue Lager, das ein Beweis dafür ist, wie weit Roner seiner Zeit voraus ist. Vollautomatisch. Zwölf Meter hohe Regale, vom Boden bis zur Decke und alle voller Obstbrände. „Wenn das Lager voll ist, stehen hier eine Million Flaschen drin“, erzählt Karin Roner und hält inne. Ein Gabelstapler-Roboter hat sich in Bewegung gesetzt, fährt in die Mitte eines Korridors zwischen den haushohen Regalen. Der Gabelstapler fährt hoch, nimmt eine Palette aus dem Regal, fährt runter und den Gang wieder zurück, wo der Magazineur die Palette in Empfang nimmt. So einfach ist Lagerverwaltung.

Ein weiteres innovatives Schmuckstück der Firma Roner ist das umweltfreundliche Heizwerk, mit dessen Dampf die Destillationsanlagen betrieben werden. Der Dampf wird durch das Verbrennen der Tresterrückständen gewonnen; auf diese Weise spart Roner jede Menge Heizöl. Überhaupt ist Roner, wenn es um die umweltfreundliche Erzeugung von Energie geht up to date. Gemeinsam mit dem Zentrum für Regenerative Energie des TIS innovation park wurden Wege gesucht mit dem Dampf aus den Trester-Rückständen auch Strom zu erzeugen, außerdem unterstützt das TIS Roner in allen Belangen, bei denen es ums Energiesparen geht.


In über zehn Länder exportiert Roner mittlerweile seine Obstbrände, hauptsächlich nach Deutschland und angepeilt ist natürlich auch China.
Das Unternehmen hat es in den zurückliegende 61 Jahren immer wieder geschafft auf Innovation zu setzen und den traditionellen Wurzeln trotzdem treu zu bleiben - mit dem Effekt, dass die Maische munter blubbert und die Rinnsäle aus Williams und Grappa unter den Glasglocken hervorsprudeln und nicht versiegen werden.


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Roner

Kommentar von press_editor_user am 05.11.2007 11:58
Schöner Artikel.